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Radsport : Erik Zabels Zukunft geklärt

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Steckt ein neues deutsch-italienisches Team in Erik Zabels Wundertüte? Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Das Rätselraten über die Zukunft von Erik Zabel ist beendet. Der 35jährige, der nach 13 Jahren T-Mobile verläßt, soll in der kommenden Saison mit Topsprinter Alessandro Petacchi für ein neues deutsch-italienisches Team fahren.

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          Das Rätselraten über die Zukunft von Rad-Star Erik Zabel ist beendet. Der 35jährige, der nach 13 Jahren das Team T-Mobile verläßt, soll in der kommenden Saison nach Informationen der Frankfurter Rundschau für ein neues deutsch-italienisches Team fahren.

          Demnach wird die Großmolkerei Nordmilch aus Bremen Co-Sponsor des Rennstalls, der sich aus Teilen der Mannschaften Domina Vacanze (Italien) und Wiesenhof (Deutschland) bildet. Der deutsche Rennstall löst sich zum Saisonende auf. Die Mehrheit an der neuen Equipe soll Domina-Vacanze-Teamchef Gianluigi Stanga halten. Die übrigen Anteile gehen an den derzeitigen Wiesenhof-Teamchef Jörg Strenger.

          Zabel und Petacchi als Stars

          Stars der dritten deutschen ProTour-Equipe neben T-Mobile und Gerolsteiner werden die Topsprinter Alessandro Petacchi, der das in finanzielle Schwierigkeiten geratene italienische Team Fassa Bortolo zum Saisonende verlassen wird, und Zabel. Der Sprinter aus Unna, sechsmaliger Gewinner des Grünen Trikots des Punktbesten bei der Tour de France, wird auf dem deutschen Markt bevorzugter Werbeträger für eine Nordmilch-Produktlinie sein.

          Bald Teamkollegen: Erik Zabel (l.) und Alessandro Petacchi
          Bald Teamkollegen: Erik Zabel (l.) und Alessandro Petacchi : Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

          „Ich kann bestätigen, daß wir in Gesprächen sind, aber die Verträge und Beträge sind noch nicht unterzeichnet. Wir brauchen noch etwa zwei Wochen. Grundsätzlich würde ein Radsport-Engagement mit Erik Zabel zu unserer neuen Produktpalette mit 'Milram' im Mittelpunkt passen“, sagte am Montag Harald Schomacker, Unternehmenssprecher des Bremer Milch-Produzenten, der 2004 einen Umsatz von zwei Milliarden Euro aufwies.

          Dreijahres-Vertrag mit Tour-Startgarantie

          Die Norddeutschen sammelten erste Erfahrungen im Radsport als mehrjähriger Sponsor der Friedensfahrt. Der durch seine Nicht-Nominierung für die Tour de France tief verletzte Zabel hatte nach den HEW-Cyclassics in Hamburg vor drei Wochen seinen Rückzug vom T-Mobile-Team nach 192 Profisiegen für seine Firma verkündet. Das Rätselraten um seinen zukünftigen Arbeitgeber, der dem 35-Jährigen „einen Dreijahres-Vertrag mit Tour-Startgarantie“ zusichert, ist jetzt beendet.

          Der sechsfache Gewinner des Grünen Trikots und vierfache Sieger von Mailand - San Remo (Sieger 2005: Petacchi) bringt seinen treuen Helfer Jan Schaffrath mit, vielleicht auch Rolf Aldag. Die ProTour-Lizenz der Italiener garantiert der neuen Formation, in der Eliteliga der 20 besten Teams mitspielen zu dürfen.

          Mögliche Interessen-Konflikte

          Die neue Zusammenarbeit scheint nicht nur wegen möglicher Interessens-Konflikte der Topfahrer schwierig. Der eloquente Domina-Manager Gian-Luigi Stanga und der Ur-Sachse Jörg Strenger, „Kaderleiter“ bei Wiesenhof, sollen sich die Verantwortung teilen. „Dann muß man erst mal abwarten, wie das laufen könnte. Strenger kann ja kein Wort ausländisch“, gab Wiesenhof-Profi Jens Heppner zu bedenken, der am Mittwoch in Jena mit einem Abschiedsrennen seine Karriere abschließt.

          Strenger war am Montag noch in Abwehrhaltung gegangen: „Ich kann noch nichts bestätigen. Ich suche weiter einen Nachfolge-Sponsor für Wiesenhof und melde beim Weltverband eine Continental-Pro-Lizenz an.“

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