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Radsport : Dopingverdacht gegen T-Mobile-Profi Ludewig

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Unter Verdacht: Jörg Ludewig (l., Team Domina Vacanze) und Jan Ullrich (auf einem Foto von 2005) Bild: dpa

Vier Tage nach dem Ausschluß von Jan Ullrich sieht sich das T-Mobile-Team bei der Tour de France mit neuen Dopingvorwürfen konfrontiert. Rad-Profi Jörg Ludewig soll sich 1998 nach der Beschaffung von Dopingmitteln erkundigt haben.

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          Das T-Mobile-Team kommt nicht zur Ruhe: Eine Stunde nach Matthias Kesslers erstem Etappensieg bei der Tour de France wurde der Bonner Radrennstall von neuen Doping-Gerüchten erschüttert.

          Vier Tage nach dem Ausschluß der Stars Jan Ullrich und Oscar Sevilla aus dem Tour-Kader gab die Teamleitung bekannt, daß gegen den zu Saisonbeginn verpflichteten Jörg Ludewig ermittelt wird. Dem Rennstall lägen seit Montag Hinweise vor, nach denen sich Ludewig 1998 nach der Beschaffung von Dopingmitteln erkundigt haben soll. Der Westfale ist nicht für die Tour nominiert.

          Vorgang liegt acht Jahre zurück

          Ludewig war zu Saisonbeginn vom aufgelösten italienischen Team Domina Vacanze für ein Jahr verpflichtet worden. „Auch wenn Ludewig damals noch nicht für das T-Mobile Team fuhr, ist dies für uns Anlaß genug, die Angelegenheit zu prüfen“, sagte Teammanager Olaf Ludwig. Der 30-jährige Ludewig fuhr 1998 für das Team Bayer Worringen. In dieser Zeit soll er sich schriftlich nach Dopingpräparaten erkundigt und die Bereitschaft signalisiert haben, sich zu dopen. Ein entsprechender Schriftverkehr liegt dem T-Mobile Team nach eigenem Bekunden vor.

          „Uns liegt zwar kein Beweis für Doping vor, und es ist uns auch bewußt, daß der Vorgang bereits acht Jahre zurückliegt“, sagt Christian Frommert, der Leiter Sportkommunikation bei T-Mobile International. „Jedoch gibt uns allein der Hinweis auf die Absicht, Doping betreiben zu wollen, Anlaß, den Sachverhalt zu prüfen.“ Inwieweit sich das mit der klaren Linie, sauberen Radsport zu betreiben, vereinbaren läßt, müsse untersucht werden, so Frommert. Das T-Mobile Team steht bereits in Kontakt zu Ludewig und behält sich weitere Schritte vor.

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