https://www.faz.net/-gtl-9lijx

Radsport-Comeback : Doper Armstrong kassierte Millionen-Gage

  • Aktualisiert am

Der frühere Radsportstar lance Armstrong ließ sich seine sportlichen Dienste sehr gut bezahlen. Bild: Reuters

2009 gab Lance Armstrong sein Comeback im Radsport – und ließ sich dafür fürstlich entlohnen. Dass die Millionen-Zahlung für den später lebenslang gesperrten Dopingsünder erst jetzt publik wird, hat einen Grund.

          2 Min.

          Der wegen Dopings lebenslang gesperrte frühere Radstar Lance Armstrong hat sich sein Comeback im Jahr 2009 gut entlohnen lassen. Die Regierung des Bundesstaates South Australia hat dem Texaner 1,5 Millionen australische Dollar, also umgerechnet 950.000 Euro, für seinen ersten Renneinsatz bei der Tour Down Under bezahlt. Das teilte der dortige Finanzminister Rob Lucas mit.

          Lucas hatte bereits in der Vergangenheit versucht, den Deal der früheren Regierung publik zu machen. Eine zehn Jahre währende Verschwiegenheitsklausel verhinderte allerdings die Offenlegung der Zahlen. Neben der hohen Geldsumme bekam Armstrong weitere Annehmlichkeiten wie Erste-Klasse-Flüge und Unterkünfte finanziert. Eine Doping-Klausel war in dem Kontrakt nicht enthalten. Auch für 2010 und 2011 gab es Verträge mit Armstrong, die aktuell noch nicht einsehbar sind.

          Renndirektor Mike Turtur hatte den Deal in der Vergangenheit stets verteidigt. „Der kleinste Anstieg, den wir gesehen haben, war 100 Prozent. Es war umwerfend, und wir profitieren immer noch von dem Erbe“, hatte Turtur im Januar 2018 mit Blick auf die Einnahmen seit Armstrongs Teilnahme gesagt. Armstrong war 2012 lebenslang wegen Dopings gesperrt worden, auch wurden ihm alle sieben Tour-de-France-Siege aberkannt. 2013 legte der Texaner ein umfassendes Doping-Geständnis ab.

          Die Tour de France wird unterdessen auch künftig live bei der ARD zu sehen sein. Wie die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt mitteilte, konnte sie sich mit dem Tour-Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) auf eine Vereinbarung für die Jahre 2019 bis 2021 einigen. Die wichtigste Radrundfahrt der Welt beginnt in diesem Jahr am 6. Juli in Brüssel. Bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt überträgt die ARD in der Regel von Montag bis Freitag von 16.05 Uhr bis 17.25 Uhr, an den Wochenenden wird das Programm umfangreicher sein. Darüber hinaus sendet Spartensender ONE täglich ab Etappenbeginn live bis zum Start der Übertragungen im Ersten. Die Online-Plattform Sportschau.de bietet in der gesamten Zeit alle Etappen komplett im Livestream an.

          „Nach wie vor ist die Tour de France eines der spannendsten Sportereignisse im Sommer“, sagte ARD-Sportrechte-Intendant Ulrich Wilhelm: „Mit dem Abschluss unserer Vereinbarung für die nächsten drei Jahre schaffen wir Kontinuität und werden mit unserer Berichterstattung wie bisher nicht nur das Sportliche beleuchten, sondern auch alle kulturellen und sportpolitischen Aspekte.“ Dank einer weiteren Vereinbarung mit der ASO dürfen ARD und ZDF von 2019 bis 2021 zudem auch von den Ein-Tages-Klassikern live und zeitversetzt berichten. So zeigt Das Erste am 14. April Livebilder des Radsport-Monuments Paris-Roubaix.

          Weitere Themen

          Da Costa neuer Formel-E-Champion

          Corona-Notsaison in Berlin : Da Costa neuer Formel-E-Champion

          Im drittletzten Rennen der Corona-Notsaison fällt die Entscheidung. Antonio Felix da Costa gewinnt den Titel in der Formel E. Er triumphiert in Berlin, nachdem ein deutscher Verfolger seinen Wagen abschleppen lassen muss.

          Topmeldungen

          Minsk: Demonstranten laufen vor der Polizei weg.

          Nach Wahl in Belarus : Bluten für Lukaschenka

          Um an der Macht zu bleiben, lässt der Dauerpräsident von Belarus seine Sicherheitskräfte hart gegen Demonstranten vorgehen. Es gibt viele Verletzte. Die Proteste haben das ganze Land erfasst.
          Das Robert Koch Institut präsentiert erfreuliche Entwicklungen: Die Anzahl an Neuinfektionen in Deutschland sinkt wieder.

          RKI-Zahlen : 436 registrierte Coronavirus-Neuinfektionen

          Trotz weniger Neuinfektionen übersteigt die Reproduktionszahl weiterhin den kritischen Grenzwert von 1. Innenstaatssekretär Krings fordert eine Anzeigepflicht vor Reisen in Risikogebiete – um besser prüfen zu können, wer die Testpflicht einhält.
          In der Mannheimer Einkaufsstraße Planken ist eine Frau mit einer Alltagsmaske unterwegs.

          Corona-Maßnahmen : Die Eigenverantwortung zählt

          Es gibt kein Bürgerrecht, das die Vermeidung von Krankheit und Tod garantiert, schreibt der Jurist Hinnerk Wißmann in seinem Gastbeitrag. Die Erwartungen ans staatliche Corona-Management gehen fehl.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.