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Radsport : Botero-Freispruch macht Ullrich Mut

  • Aktualisiert am

Ullrich: „Ich sitze jeden Tag auf dem Rad” Bild: AP

Nach Ivan Basso ist auch der mit dem spanischen Dopingskandal in Verbindung gebrachte Radprofi Santiago Botero aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden.

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          Der mit dem spanischen Dopingskandal in Verbindung gebrachte kolumbianische Radprofi Santiago Botero ist von seinem nationalen Verband freigesprochen worden. „Wir haben beschlossen, die Untersuchung mangels Beweisen zu beenden“, erklärte Carlos Vargas, der Vorsitzende der Disziplinarkommission des Verbandes. Botero, der Zeitfahrweltmeister von 2002, beklagte „die für seine sportliche Karriere negativen Nachwirkungen“.

          Botero waren unter anderem Kontakte zur Schlüsselfigur des spanischen Dopingskandals, dem Mediziner Eufemiano Fuentes, nachgesagt worden. Der 34 Jahre alte Zeitfahrspezialist aus Medellin fuhr unter anderem zwei Jahre lang für das T-Mobile-Team, ehe er 2005 zum Schweizer Rennstall Phonak wechselte. Nachdem Botero im Sommer 2006 wegen des Doping-Verdachts von Phonak suspendiert worden war, hatte er seinen Rücktritt ins Auge gefaßt.

          „Nicht kampflos aufgeben“

          Unterdessen hat Jan Ullrich das Training für die kommende Saison wiederaufgenommen. „Ich denke nicht daran, einfach kampflos aufzugeben. Ich sitze deshalb jeden Tag auf dem Rad, trainiere und tue auch etwas für die Kraft“, sagte Ullrich dem Sport-Informations-Dienst. Der in der Schweiz lebende Rostocker hofft auf eine ähnliche Lösung wie im Fall des ebenfalls unter Dopingverdacht geratenen Italieners Ivan Basso: auf einen Freispruch aus Mangel an Beweisen. Angeblich dürfen die umfangreichen, detaillierten Unterlagen der spanischen Staatsanwaltschaft zum Fall Fuentes von Sportgerichten nicht verwendet werden. Basso erhielt deshalb vom Verband und vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens freie Fahrt und hat einen Vertrag beim amerikanischen Discovery-Team unterschrieben. Ullrich liegt eine Offerte vom zweitklassigen „Tinkoff-Credit System“-Team des russischen Milliardärs Oleg Tinkow vor. Auch der unmittelbar vor der Tour de France 2006 suspendierte Franke Jörg Jaksche macht sich für eine Rückkehr in den Radsport bereit. In Österreich, so sein Anwalt Michael Lehner, werde kein Sportgerichtsverfahren gegen ihn eröffnet.

          Ullrich, Basso und Jakschke sollen im Rahmen der Ermittlungen gegen den Madrider Arzt Eufeminao Fuentes von den Justizbehörden in Spanien als Zeugen gehört werden. Der Mediziner gilt als einer der Drahtzieher im sogenannten spanischen Dopingskandal und soll gegen die Arzneimittelgesetze des Landes verstoßen haben.

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