https://www.faz.net/-gtl-vay0

Radsport : Ballan überrascht in Hamburg alle Sprinter

  • Aktualisiert am

Alessandro Ballan (r.) jubelt, Gerald Ciolek wird Dritter Bild: dpa

Radprofi Gerald Ciolek hat den Sieg bei den Hamburger Cyclassics nur knapp verpasst. Der 20-Jährige belegte im Massensprint Platz drei. Sieger wurde der Italiener Alessandro Ballan.

          1 Min.

          Radprofi Gerald Ciolek hat den Sieg bei den Hamburger Cyclassics nur knapp verpasst. Der 20 Jahre alte Kölner vom T-Mobile-Team belegte im Massensprint nach 229,1 Kilometern Platz drei. Sieger wurde Alessandro Ballan vom Team Lampre. Der 27 Jahre alte Italiener setzte sich am Sonntag im Ziel der zwölften Auflage der Cyclassics auf der Mönckebergstraße vor dem Vorjahressieger Oscar Freire (Spanien/Rabobank) durch. Erik Zabel (Unna), Sieger von 2001, wurde Fünfter. Die Cyclassics waren das 20. Saisonrennen der ProTour-Serie.

          Ballan, Sieger der diesjährigen Flandern-Rundfahrt, überraschte mit seinem Antritt auf den letzten 500 Metern die versammtelte Sprintelite. Auch der Sieger der Deutschland-Tour, Jens Voigt (Berlin/CSC) versuchte auf den letzten zehn Kilometern alles. Doch er erhielt zu wenig Unterstützung von seinem Rennstall.

          „Ethik-Code für einige Teams Makulatur“

          Schon vor Beginn des Rennens hatten die Organisatoren der Hamburg Cyclassics einen Kampf verloren. Den des Dopings verdächtigen Italiener Danilo di Luca, Führenden in der Pro-Tour-Wertung, mussten sie antreten lassen. „Er hat das Startrecht, da können wir als Veranstalter leider nichts machen“, sagte Frank Bertling, Geschäftsführer der Hamburger Agentur Upsolut, nach dem Beginn des Pro-Tour-Rennens am Sonntag. Er könne den Start des Giro d’Italia-Siegers nicht befürworten: „Das zeigt, dass der Ethik-Code für einige Teams Makulatur ist.“ Der 31 Jahre alte di Luca war vor der Tour de France unter Doping-Verdacht geraten, hatte die Vorwürfe aber zurückgewiesen. Auch angesichts der Irritationen um den Start des Liquigas-Profis forderte Bertling in Doping-Fragen die Installierung eines „neutralen Schiedsgerichts“ etwa unter der Leitung der Welt-Anti-Doping-Agentur. „Jeder meint, dass er nicht eingreifen muss, weder der Weltverband UCI noch das Team“, sagte Bertling.

          Um die Glaubwürdigkeit des Hamburger Radrennens zu gewährleisten, waren in diesem Jahr die Doping-Kontrollen verschärft worden. Am Sonntagmorgen wurden bei knapp 50 Fahrern aus sechs Mannschaften – darunter di Lucas Liquigas-Team – Blut-Screenings vorgenommen. Zudem wurden im Ziel neben den drei Erstplazierten drei weitere Profis auf Doping getestet. Insgesamt 167 Profis gingen bei dem Rennen rund um Hamburg an den Start.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Reaktion auf Vorsitzendenwahl : Wie Friedrich Merz seinen Trumpf verspielte

          Der Wunsch, Minister zu werden, kostet Friedrich Merz Unterstützung im eigenen Lager. Führende CSU-Leute üben sich bei Kommentaren zum neuen CDU-Vorsitzenden derweil in Zurückhaltung – um sich die Gunst des eigenen Chefs zu sichern.

          Vor dem Krisengipfel : Ruf nach echtem Lockdown wird lauter

          Vor dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten mehren sich Forderungen nach härteren Maßnahmen. Gesundheitsminister Jens Spahn spricht angesichts der neuen Virus-Varianten von „besorgniserregenden Meldungen“.
          Trumps Amtszeit endet am Mittwoch, das Bild zeigt ihn im Juni 2020 während er die Air Force One betritt.

          Vor der Amtsübergabe : Wer auf Trumps Begnadigung hofft

          Der amerikanische Präsident plant zum Abschied eine Reihe von ungewöhnlichen Gnadenakten. Die „New York Times“ berichtet nun von Versuchen interessierter Kreise, sich eine Begnadigung von Donald Trump zu kaufen.
          Armin Laschet im September 2018 ungefähr 1200 Meter unter Tage in der Steinkohlenzeche Prosper Haniel in Bottrop.

          Neuer CDU-Vorsitzender : Der Wirtschaftspolitiker Armin Laschet

          Weniger Bürokratie, nicht „halb grün“, europäische Champions: Wofür der neue CDU-Chef wirtschaftspolitisch steht, hat er als Ministerpräsident schon in wichtigen Einzelfällen gezeigt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.