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Radrennstall Jumbo-Visma : Auf dem Weg zur neuen Macht

  • -Aktualisiert am

Appetit auf mehr: Primoz Roglic, Sieger einer der härtesten Spanien-Rundfahrten überhaupt. Bild: Augenklick/Roth

Der Radrennstall Jumbo-Visma um Vuelta-Sieger Roglic wächst zum ernsthaften Rivalen für Ineos heran. Und bald steht dem Team eine noch viel größere Feuerkraft zur Verfügung.

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          Ein Sieg macht Lust auf weitere Siege. Diese Dynamik hatte schon Egan Bernal unmittelbar nach seinem Sieg bei der Tour de France beschrieben. „Nach dem ersten Sieg willst du den zweiten, den dritten, den fünften. Es ist wie eine Sucht“, sagte der Kolumbianer in Frankreich. Ganz ähnlich dürfte es nach dem Vuelta-Sieg von Primoz Roglic auch dessen Team Jumbo-Visma gehen. „Es ist ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung nach den dritten Plätzen beim Giro und der Tour“, sagte der Sportliche Leiter Grischa Niermann. Munter kündigte der Hannoveraner an: „Wir wollen auch künftig bei den großen Rundfahrten um die Siege mitfahren.“

          Das Potential hat der Rennstall. Die Vuelta ist zwar nur die kleinste der drei großen Rundfahrten. Die ganz große Konkurrenz fehlte in diesem Jahr auch. Das Team Ineos war ohne seine Chefs Chris Froome, Egan Bernal und Geraint Thomas angetreten. Bei Movistar musste Giro-Sieger Carapaz wegen einer Sturzverletzung passen. Die britischen Yates-Zwillinge – Simon Yates war immerhin Titelverteidiger – ließen die Spanien-Rundfahrt ebenfalls aus. Traut man den Stimmen aus dem Peloton aber, so war die gerade zu Ende gegangene Ausgabe eine der härtesten überhaupt. „Der Parcours war sehr schwer. Die Fahrweise war megahart. Es gab eigentlich nur einen einzigen Tag, an dem man sich etwas im Hauptfeld verstecken konnte“, sagte etwa John Degenkolb. Die letzte Etappe am Sonntag, den Rundkurs in Madrid, hatte der Klassikerspezialist dabei noch nicht auf der Rechnung.

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