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Rad-WM : Deutsche Zeitfahrer ohne Medaillenchance

  • Aktualisiert am

Überraschungs-Weltmeister: Filippo Ganna nutzt den Heimvorteil. Bild: AP

Auf dem windigen Kurs von Imola kommen Walscheid und Sütterlin nicht mal in die Nähe der Medaillen, sind aber dennoch zufrieden. Im Kampf gegen die Uhr triumphiert ein Einheimischer.

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          Die deutschen Starter sind beim WM-Einzelzeitfahren im italienischen Imola wie erwartet leer ausgegangen. Auf dem von heftigem Wind umtosten Rundkurs über 31,7 Kilometer hatten Jasha Sütterlin (16./1:38 Minuten Rückstand) und Max Walscheid (19./1:56 Rückstand) nichts mit den Top-Rängen zu tun. Die beiden Deutschen waren beim Sieg des italienischen Lokalmatadors Filippo Ganna aber von Beginn an als klare Außenseiter ins Rennen gegangen.

          In Abwesenheit von Vierfach-Weltmeister Tony Martin, Emanuel Buchmann, Nils Politt und Lennard Kämna waren Sütterlin und Walscheid auch ohne einen Top-Ten-Platz mit ihren Resultaten auf dem „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ zufrieden. „Das war alles, was ich konnte. Ich denke, die Leistungswerte sind okay - mehr war nicht drin“, sagte der Breisgauer Sütterlin, der ohne Tour-de-France-Teilnahme mit frischen Beinen im Kampf gegen die Uhr angreifen wollte.

          Als Ziel hatte sich der 27-Jährige einen Platz unter den besten 15 gesetzt. Das gelang nicht ganz. Mit seinem Resultat sei er dennoch „vollkommen zufrieden“, auf Rang 15 fehlten weniger als zwei Sekunden. Walscheid wollte nach drei harten Tour-Wochen unter die Top 20 und erklärte im Zielbereich: „Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch schneller werde, aber für den Moment bin ich super zufrieden.“

          Als das deutsche Duo in der Boxengasse der Formel-1-Rennstrecke schon über das Rennen plauderte, tobte auf der Strecke der Kampf um Gold. Ganna setzte sich nach einer furiosen Fahrt in 35:54,10 Minuten mit einem Vorsprung von 26,2 Sekunden durch, für ihn war es der erste WM-Titel auf der Straße.

          Der belgische Allrounder Wout van Aert und Stefan Küng (+29,8) aus der Schweiz gewannen die weiteren Medaillen. Favorit und Titelverteidiger Rohan Dennis aus Australien brach im zweiten Teil der Strecke ein und wurde nur Fünfter.

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