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Rad-WM in Österreich : Das Ziel wartet erst nach der Hölle

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Beim Rennen der Männer am Sonntag wird es bergig. Bild: dpa

Bei der WM in Innsbruck sind bergfeste Radprofis gefragt. Das Rennen der Männer wird zum Kraxeln für Fortgeschrittene. Mit dabei ist ein ganz besonderer „Höhepunkt“ für das Peloton.

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          Kraxeln für Fortgeschrittene – und das auf dem Rad. Wer bei der Straßen-Weltmeisterschaft an diesem Sonntag (Start 9.40 Uhr) in Innsbruck bestehen will, muss bergfest sein. Immerhin geht es für die Profis über 258,5 Kilometer, dabei wartet als vermutlich großes Spektakel ein Anstieg in die „Höttinger Höll“ mit einer Maximalsteigung von 28 Prozent. Ein ziemlich happiges Programm für das Peloton. Und für Titelverteidiger Peter Sagan, der dreimal in Folge das Regenbogentrikot gewonnen hatte. Der Slowake hat zwar behauptet, dass der Kurs in Tirol nichts für ihn sei. Die Konkurrenz lässt den Star des deutschen Teams Bora-hansgrohe dennoch nicht außer Acht. Dem vielseitigen Sagan, der am Freitagabend seinen Vertrag bis 2021 verlängerte, ist allemal ein Coup auch im alpinen Gelände zuzutrauen.

          Seine Raublinger Equipe ist überdies mit einer (kleinen) deutschen Hoffnung in Tirol vertreten: Emanuel Buchmann, zuletzt Zwölfter bei der Spanien-Rundfahrt. Allerdings hatte Buchmann letztlich einige Mühe bei der Vuelta – er verpasste dadurch den angestrebten Platz unter den besten zehn. Sein Raublinger Teamkollege Marcus Burghardt nimmt in der sechs Fahrer umfassenden deutschen Nationalmannschaft die Rolle eines Taktgebers ein. Der erfahrene Burghardt ist so etwas wie der verlängerte Arm der Sportlichen Leitung um Jens Zemke und Andreas Klier und soll seine Gefährten steuern. Eine wichtige Aufgabe, zumal ein Funkverbot bei der WM herrscht. Zemke und Klier haben sich deswegen etwas einfallen lassen: Sie wollen versuchen, ihren Profis kurze Nachrichten auf Schildern zukommen zu lassen, die Betreuer am Straßenrand in die Höhe halten.

          Zum deutschen Aufgebot gehört zudem Maximilian Schachmann, der mit dem Sieg bei einer Giro-Etappe in dieser Saison bereits bewiesen hat, dass er auch in der Höhe zurechtkommt. Schachmann, Weltmeister im Teamzeitfahren, hat am Sonntag seinen dritten Einsatz in Innsbruck. Trotz dieser Strapazen schließt Burghardt aber nicht aus, dass Schachmann, der zum Team Bora-hansgrohe wechselt, noch einmal wuchtig in die Pedale tritt. „Wenn Max in Form ist“, sagte Burghardt, dann werde er der Mann sein, auf den die Deutschen bauen. Aber die Sache wird natürlich nicht einfach sein. Der dicke Brocken, der im Finale des Rennens im Weg steht, dürfte manchen schlichtweg schachmatt setzen.

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