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Rad-Weltmeisterschaft : Degenkolb führt deutsches Team an – Bernal nicht dabei

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Hofft auf ein ähnlich erfolgreiches Abschneiden wie bei der Tour im vergangenen Jahr: John Degenkolb Bild: EPA

Deutschland darf bei der Rad-WM auf die Dienste von Zeitfahrspezialist Tony Martin hoffen. Im Straßenrennen ruhen die Hoffnungen auf dem Oberurseler John Degenkolb und Pascal Ackermann.

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          Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin ist trotz seines schweren Sturzes bei der Spanien-Rundfahrt für die Rad-WM in britischen Yorkshire nominiert worden. Dies gab der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Montag bekannt. Der Start des 34 Jahre alten Zeitfahrspezialisten vom Team Jumbo-Visma bei den Titelkämpfen vom 22. bis 29. September ist allerdings noch nicht komplett gesichert.

          „Ich fühle mich zwar noch müde, aber ich denke, dass der WM Start realistisch ist“, sagte Martin dem sid. Martin hatte am Freitag bei einem heftigen Crash auf der drittletzten Vuelta-Etappe diverse Wunden und Prellungen erlitten, war aber ohne Brüche geblieben. Das Rennen musste er aufgeben. Bei der WM ist er für das Einzel- und das Teamzeitfahren vorgesehen. Neben Martin wurde der Kölner Nils Politt (Katusha-Alpecin) für den Einzelwettbewerb im Kampf gegen die Uhr berufen, die Mannschaft ergänzt Jasha Sütterlin (Movistar).

          Im Straßenrennen führt der Oberurseler John Degenkolb (Trek-Segafredo) das deutsche Aufgebot an und erhält Unterstützung vom deutschen Meister Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe), Allrounder Nikias Arndt (Sunweb), Marcus Burghardt (Bora-hansgrohe), Simon Geschke und Jonas Koch (beide CCC Team) sowie Politt und Sütterlin.

          Sieger der Tour de France nicht dabei

          Egan Bernal wird nicht bei der Rad-Weltmeisterschaft starten. Wie der kolumbianische Radsport-Verband FCC am Dienstag mitteilte, habe der Profi vom Team Ineos die Nominierung abgelehnt. Eine Begründung für die Absage teilte der Verband nicht mit. Der 22-Jährige wird im kolumbianischen Aufgebot durch Carlos Bentancur (Movistar) ersetzt. Auch beim deutschen Team fehlt der stärkste Fahrer der Frankreich-Rundfahrt. Emanuel Buchmann wurde allerdings erwartungsgemäß nicht nominiert, da ihm der Kurs kaum liegen dürfte.

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