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Rad-WM : Amerikanerin Dygert stürzt schwer und verpasst Gold

  • Aktualisiert am

Chloé Dygert Bild: AFP

Auf dem Weg zu Gold kommt die Amerikanerin Chloé Dygert bei der Rad-WM in Imola von der Fahrbahn ab, stürzt über eine Leitplanke und verletzt sich schwer. Das sportliche Ergebnis rückt in den Hintergrund.

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          Ein schwerer Sturz von Titelverteidigerin Chloé Dygert hat den Auftakt der Straßenrad-WM im italienischen Imola überschattet. Die 23 Jahre alte Amerikanerin befand sich am Donnerstag mit deutlicher Bestzeit auf Goldkurs, als sie in einer Kurve von der Fahrbahn abkam und mit hoher Geschwindigkeit über eine Leitplanke stürzte.

          Die später veröffentlichten Bilder zeigten schwere Verletzungen: Dygert hatte sich das komplette linke Knie aufgeschlitzt, knieabwärts lief das Blut in Mengen hinunter. „Sie ist bei Bewusstsein und spricht“, schrieb der amerikanische Verband bei Twitter. Dies sei alles, was man bisher wisse. Genauere Angaben zum Gesundheitszustand der Topfavoritin gab es zunächst nicht. Der Sturz erinnerte an den von Wout van Aert bei der letztjährigen Tour de France. Der Belgier vom Team Jumbo-Visma hatte sich beim Zeitfahren an einer Balustrade aufgehängt und sich eine tiefe Fleischwunde im Oberschenkel zugezogen. Er musste über eine Stunde lang operiert werden.

          Dygert wurde im Graben an der Kurve von mehreren Notfallkräften versorgt und anschließend mit einer Trage in einen Krankenwagen gebracht. Im Zielraum der Formel-1-Rennstrecke von Imola und bei der folgenden Siegerehrung war die Stimmung dementsprechend gedämpft. Dygert war im Anschluss an ihren Sturz minutenlang nicht im TV-Bild zu sehen, das internationale Signal zeigte fortan nur noch die aktiven Fahrerinnen.

          Notfallversorgung neben der Rennstrecke: Sanitäter verarzten die Fleischwunde der Amerikanerin Chloé Dygert.
          Notfallversorgung neben der Rennstrecke: Sanitäter verarzten die Fleischwunde der Amerikanerin Chloé Dygert. : Bild: AFP

          „Das Schlimmste, was passieren kann, ist so ein Sturz. Es tut mir sehr leid für sie, so etwas ist wirklich schlimm“, sagte Anna van der Breggen, die das Rennen gewonnen hatte. Der erste Zeitfahr-WM-Titel der Niederländerin und die nur um 14 Sekunden verpasste Medaille für die ehemalige Weltmeisterin Lisa Brennauer aus dem Allgäu gerieten im „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ so zur Nebensache. „Es war noch kurz die Enttäuschung da, ich wollte so gerne eine Medaille gewinnen, gerade wenn man so nah dran ist“, sagte Brennauer. Die Rivalinnen hatten zunächst nichts vom schweren Sturz der Titelverteidigerin bekommen.

          Brennauer hatte schon bei der Zwischenzeit auf Rang vier gelegen. Nach Dygerts Unfall hatte es kurzzeitig so ausgesehen, als ob es für die Bronze-Medaille reichen könnte, doch am Ende lag auch Ellen van Dijk (Niederlande) vor der Deutschen. „Ich freue mich aber, dass ich endlich mal wieder soweit vorne reinfahren konnte. Ich bin total happy und das zählt“, sagte Brennauer, die 2014 WM-Gold und 2015 WM-Bronze im Einzelzeitfahren eingefahren hatte.

          Ihre deutsche Teamkollegin Mieke Kröger erreichte mit Rang acht ebenfalls ein achtbares Ergebnis, Silber holte sich die Schweizerin Marlen Reusser. Am Freitag (14.25 Uhr/Eurosport/ZDF Livestream) haben die Männer den gleichen Parcours zu bewältigen.

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