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Evenepoel gewinnt WM-Rennen : Der neue Radsport-Souverän

  • -Aktualisiert am

Endgültig zur Lichtgestalt des Radsports gereift: Remco Evenepoel Bild: AFP

Wie einst der große Belgier Eddy Merckx gewinnt auch Remco Evenepoel mit 22 Jahren WM-Gold. Es soll nicht die letzte Parallele mit seinem Landsmann sein.

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          Er hatte seine belgische Heimat, in der er längst ein sportlicher A-Promi ist, im August verlassen. Der Radsportnation hatte er schon einige große Siege und besondere Momente geschenkt. Doch weil er über solch überragende Anlagen verfügt und sein sportliches Überfliegertum mitunter mit einem gehörigen Schuss Überheblichkeit paarte, sind Ansprüche und Erwartungen an ihn schier grenzenlos. So zog er aus, um die letzten Zweifel an seinen Qualitäten zu beseitigen. Im härtesten Fach, das der Radsport zu bieten hat: im Hochgebirge bestehen und dreiwöchige Landesrundfahrten gewinnen.

          Wenn Remco Evenepoel nun nach wochenlangem Beutezug nach Belgien zurückkehrt, sind alle Zweifel beseitigt und keine Fragen mehr offen. Mit 22 Jahren hat er innerhalb von wenigen Wochen die Vuelta a España (souverän) gewonnen und sich am Sonntag in Australien noch das allseits begehrte Regenbogentrikot übergestreift, weil er auch das Weltmeisterschafts-Straßenrennen (souverän) gewann. Nur vier Jahre nach dem WM-Sieg in der Juniorenklasse auch bei den Männern zu triumphieren illuminiert in hellen Farben eine schier fabelhafte Entwicklung zu einem Topmann auf allen Terrains. Einer der Jüngsten des Feldes ließ die Konkurrenz bei einem zehrenden 267 Kilometer langen WM-Rennen buchstäblich alt aussehen. Natürlich durfte im Ziel in Wollongong in New South Wales ein Hinweis nicht fehlen: Auch der belgische Radsport-Übervater Eddy Merckx war 22 Jahre, als er sich seinen ersten WM-Titel sicherte.

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