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Tod von Radprofi Lambrecht : „Mit solchen Verletzungen braucht man ein Wunder“

  • Aktualisiert am

Unter Schock: Lambrecht-Teamkollege Enzo Wouters bei der Polen-Rundfahrt Bild: EPA

Nach dem tragischen Unfall bei der Polen-Rundfahrt gibt der Mannschaftsarzt des verstorbenen Fahrers Bjorg Lambrecht nun Details zur Todesursache bekannt. Das Rennen geht derweil weiter.

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          Der am Montag bei der Polen-Rundfahrt tödlich verunglückte belgische Radprofi Bjorg Lambrecht ist an schweren inneren Verletzungen gestorben. „Bjorg starb an einer schweren Leberverletzung, die zu massiven inneren Blutungen führte. In der Folge erlitt Bjorg einen Herzstillstand“, erklärte Teamarzt Maarten Meirhaeghe am Mittwoch in einer Mitteilung des belgischen Rennstalls Lotto-Soudal.

          Der 22 Jahre alte Lambrecht war am Montag nach einem Sturz während der dritten Etappe von Chorzow nach Zabrze gegen eine Betonkonstruktion geprallt. Zunächst wurde er vor Ort reanimiert worden, erlag dann aber während einer Operation in einem Krankenhaus in Rybnik seinen schweren Verletzungen. Laut Teamarzt Meirhaeghe habe das große Nachwuchstalent bei seinem Unfall das „größtmögliche Pech“ gehabt. „Mit solchen inneren Blutungen braucht man ein Wunder“, sagte der Mediziner. Selbst wenn Lambrecht so ein Trauma in einem Krankenhaus erlitte hätte, „hätten die Chancen schlecht gestanden.“

          „Bjorg hatte brutales Pech. Er fuhr einfach im Feld, berührte einen Pflasterstein oder einen Verkehrsreflektor oder irgendwie sowas, verlor sein Gleichgewicht und fiel hart“, hatte Lambrechts Landsmann und Teamkollege Jelle Wallays den tragischen Unfall geschildert. Nicht mehr als 35 km/h sollen die Radprofis laut Wallays dabei gefahren sein.

          Der deutsche Top-Sprinter Pascal Ackermann hat derweil sein Gelbes Trikot bei der Rundfahrt auch auf der fünften Etappe verteidigt. Mit dem Tagessieg hatte der Rad-Profi vom Team Bora-hansgrohe beim anspruchsvollen Finale in Bielsko-Biala als 20. zwar nichts zu tun. Dank seiner zwei Siege zuvor konnte sich der 25-Jährige aber an der Spitze der Gesamtwertung halten. Den Tageserfolg am Mittwoch sicherte sich der Slowene Luka Mezgec vor Eduard Prades (Spanien) und Ben Swift aus Großbritannien. Bei den verbleibenden beiden schweren Etappen dürfte Ackermann allerdings kaum an der Spitze der Gesamtwertung bleiben. Der deutsche Meister von 2018 führt nur noch vier Sekunden vor Mezgec.

          Die Polen-Rundfahrt war am Montag vom tödlichen Unfall Lambrechts überschattet worden. Die vierte Etappe am Dienstag wurde daraufhin wegen des tragischen Unglücks neutralisiert und verkürzt.

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