https://www.faz.net/-gtl-7ph84

Playoffs im Basketball : Titelverteidiger Bamberg ist schon raus

  • Aktualisiert am

Quakenbrück am Ball: Die Niedersachsen warfen Bamberg schon in der ersten Runde aus den Playoffs. Bild: dpa

Damit hatte niemand gerechnet: Für Titelverteidiger Bamberg sind die Playoffs in der Basketball Bundesliga bereits nach der ersten Runde vorbei. Bayern München und ALBA sind dagegen weiter dabei.

          Titelverteidiger Bamberg ist in den Playoffs der Basketball Bundesliga bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Die Brose Baskets verloren am Sonntagabend bei den Artland Dragons mit 75:83 (35:39) und mussten sich in der Best-of-Five-Serie mit 1:3 geschlagen geben. Damit ist in dem Meister der vergangenen vier Jahre erstmals seit den EWE Baskets Oldenburg 2010 wieder ein Titelverteidiger schon in der ersten K.o.-Runde gescheitert.

          Weiter dabei sind dagegen die Topfavoriten Bayern München und ALBA Berlin. Die Bayern entschieden die Serie durch ein 82:75 bei den MHP Riesen Ludwigsburg mit 3:1 für sich. Allerdings legten die Ludwigsburger Protest gegen die Spielwertung ein. Pokalsieger ALBA hatte bereits am Samstag in Ulm mit 95:89 den dritten Sieg geholt. Die Entscheidung zwischen Bonn und Oldenburg fällt nach dem 72:71 (63:63, 39:39) nach Verlängerung für die Bonner erst im fünften Spiel am Mittwoch.

          Bamberg steht vor Neuaufbau

          In Bamberg geht mit dem frühen Aus eine Ära zu Ende. Unter Trainer Chris Fleming avancierten die Franken zum besten Team in Deutschland und gewannen mit Spielern wie Anton Gavel, Casey Jacobsen oder John Goldsberry Titel in Serie. Nun stehen die Brose Baskets vor einem Neuaufbau. Ob Fleming trotz Vertrages bis 2016 Headcoach bleibt, werden die nächsten Tage zeigen. Bei den Dragons war Point Guard David Holston mit 24 Punkten wieder einmal der entscheidende Faktor.

          Die Bayern, deren Assistenztrainer Emir Mutapcic neuer Bundestrainer werden soll, hatten auch im vierten Duell mit Ludwigsburg mehr Mühe als erwartet. Nach drei Vierteln lag das Starensemble von der Isar noch mit drei Punkten zurück (54:57), drehte die Partie aber doch noch zu seinen Gunsten. Vor allem Heiko Schaffartzik hatte mit 20 Punkten großen Anteil am Sieg.

          Umstrittener Freiwurf der Ludwigsburger

          Der Nationalspieler war auch an der so heftig diskutierten Szene des Abends beteiligt. Der Point Guard hatte die Schiedsrichter offensichtlich gefragt, ob in Stockton der richtige Spieler der Gastgeber an der Freiwurflinie stünde. Der Amerikaner hatte seinen ersten Freiwurf bereits verwandelt, ehe die Unparteiischen entschieden, dass Stockton angeblich nicht der gefoulte Spieler gewesen sei. Den Hausherren wurde der Punkt wieder aberkannt, zudem bekamen die Bayern Ballbesitz, was Schaffartzik mit einem seiner fünf Dreier zur Vorentscheidung nutzte.

          Die Ludwigsburger haben nun bis diesen Montag um 12.00 Uhr Zeit, ihren Protest weiter zu verfolgen. Die endgültige Entscheidung fällt BBL-Spielleiter Dirk Horstmann. „Ich denke, wir haben gute Chancen, noch einmal zu spielen“, sagte MHP-Coach John Patrick bei „Sport1“.

          Bereits am Samstag hatte ALBA Berlin den nächsten Schritt zum Double gemacht und erstmals seit drei Jahren wieder die Vorschlussrunde erreicht. „Es ist uns endlich gelungen, das Viertelfinal-Trauma zu brechen“, sagte Berlins Trainer Sasa Obradovic stolz. Bonn und Oldenburg lieferten sich am Sonntagabend wieder einen erbitterten Fight, den David McCray 13 Sekunden vor dem Ende zugunsten der Gastgeber entschied.

          Weitere Themen

          Neue Prüfung

          Fall Jatta : Neue Prüfung

          Die Staatsanwaltschaft Bremen hat den Fall Jatta offenbar doch noch nicht abgeschlossen. Derzeit wird noch eine E-Mail-Adresse überprüft.

          Klartext in den Katakomben

          Eintracht-Profi Bas Dost : Klartext in den Katakomben

          0:3 gegen Arsenal und seine Leistungen verärgern Bas Dost. Der Stürmer muss konditionell zulegen, wenn er der Eintracht helfen will. Am Sonntag gegen den BVB kann er sich beweisen.

          Topmeldungen

          Klimapolitik : Der Offenbarungseid der Merkel-Ära

          Der Klimaschutz in Deutschland muss nicht nur das Klima retten. Die Koalition denkt auch an sich. Zwischen Protestkultur von links und rechts sucht sie den Mittelweg.
          Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff von der Demokratischen Partei, am Donnerstag im Kongress

          Whistleblower belastet Trump : Die Spur führt nach Kiew

          Ein Mitarbeiter des Geheimdienstes macht Donald Trump schwere Vorwürfe. Dessen Regierung versuchte, die Informationen des Whistleblowers zu unterdrücken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.