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Playoff-Halbfinale : Bamberg schafft Ausgleich beim FC Bayern

  • Aktualisiert am

Duell vor dem Korb: Bambergs Philipp Neumann (Mitte) wird von den Münchnern Lawrence Roberts (links) und Demond Greene gestoppt Bild: dpa

Serienchampion Bamberg schafft in der Halbfinal-Serie der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern den Ausgleich. Bei den Baskets macht sich vor allem die Rückkehr von Gavel bemerkbar.

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          Uli Hoeneß verzog keine Miene. Kurz nach der Rückkehr vom Münchner Triumph in der Fußball-Champions-League aus London nahm der Klub-Präsident die Heim-Niederlage der Basketballer des FC Bayern gegen Bamberg zumindest äußerlich ungerührt hin. Mit dem 93:83 (48:40) kämpfte sich Serienmeister Brose Baskets am Sonntag ins Playoff-Halbfinale zurück und glich in der best-of-five-Serie zum 1:1 aus. Am Vortag hatten sich die EWE Baskets Oldenburg durch den 72:60-Erfolg bei Vizemeister ratiopharm Ulm ebenfalls wieder den Heimvorteil verschafft.

          Nach der Auftaktniederlage am Mittwoch zeigte sich Bamberg als Champion der vergangenen drei Spielzeiten deutlich verbessert, musste aber bis kurz vor Schluss zittern. Bester Werfer für die Gäste war Guard Anton Gavel mit 17 Punkten, die Bayern hielten Flügel Lawrence Roberts (16) und Aufbauspieler Tyrese Rice (14) im Spiel.

          Gayel macht den Unterschied

          Vor den Augen von Hoeneß kämpften sich die Münchner trotz eines Acht-Punkte-Rückstands zu Beginn des Schlussviertels mehrfach auf drei Zähler heran. Spätestens mit dem Ballverlust von Rice 43 Sekunden vor Schluss beim Stand von 83:91 mussten sich die Bayern aber geschlagen geben.

          Bei Bamberg machte sich vor allem die Rückkehr von Gavel bemerkbar. Der ligaweit beste Verteidiger der regulären Saison hatte das erste Duell noch wegen Fiebers verpasst. „Ich freue mich, dass wir gewonnen haben, das war unser Ziel“, sagte er beim TV-Sender Sport1. „Es ist nur 1:1, wir können noch nicht feiern, es wird eine schwierige Serie.“ Das dritte Spiel findet am Donnerstag (16.05 Uhr/Sport1) in Franken statt.

          Einsatz von Ulms Nationalspieler Günther fraglich

          Das Duell zwischen Oldenburg und Ulm geht am Mittwoch bei den Niedersachsen in die nächste Runde. Im Ulmer Hexenkessel war es am Samstagabend für einen kurzen Moment ganz still geworden. Mit gebannten Blicken schauten Fans und Mitspieler auf Per Günther, der ohne Einwirkung eines Gegenspielers zu Boden gegangen war und sich vor Schmerzen auf dem Hallenparkett krümmte. Sofort war klar, für den Nationalspieler ging es an diesem Abend nicht mehr weiter. Mit Verdacht auf Muskelfaserriss humpelte der Point Guard aus der Halle, wie lange der 25 Jahre alte Spieler ausfallen wird, steht noch nicht fest.

          „Meine Spieler waren nach der Verletzung von Per wie paralysiert“, gestand Ulms Trainer Thorsten Leibenath. „Wir haben ein Viertel gebraucht, um uns von diesem Schock zu erholen.“ Doch da war es für den Vizemeister bereits zu spät. Mit 20:5 entschieden die Gäste die ersten zehn Minuten für sich und gerieten danach nicht mehr ernsthaft in Gefahr. „Wir haben Ulm bei 60 Punkten gehalten, das ist eine grandiose Leistung“, sagte Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski.

          Die sonst so offensivstarken Ulmer trafen nur 33 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld, zu wenig, um die vom überragenden Julius Jenkins (21 Punkte) angetriebenen Oldenburger in Bedrängnis zu bringen. „Viele meiner Spieler waren heute nicht am Optimum. Das wird sich aber wieder ändern“, versprach Leibenath einen anderen Auftritt seines Teams in den kommenden Partien. „Ich denke, wir haben noch genug gute Spieler. Wir sind nicht verloren, nur weil Per verletzt ist.“

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