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PGA Championship : Kaymer spielt sich nach vorn

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Ein guter Schwung: Martin Kaymer Bild: dpa

Mit je zwei Schlägen unter Platzstandard spielt sich Martin Kaymer an den ersten beiden Tagen in die Spitze des vierten Masters in Rochester. Der PGA-Championship-Sieger von 2010 liegt nur drei Schläge hinter dem Führenden.

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          Beim Eagle an Loch 13 riss Martin Kaymer die Arme hoch, schwenkte sein Basecap und jubelte gemeinsam mit den euphorischen Zuschauern bei der 95. PGA Championship. Mit einem Eisen acht traf Deutschlands bester Golfer den Ball aus 141 Metern beim dritten Schlag akkurat und lochte direkt an dem 550 Meter langen Par fünf ein.

          „Das hat mich fast in die Knie gezwungen. So viele Emotionen sieht man von mir ja nicht allzu oft, aber das war schon ein schöner Bonus - vor allem bei einem Major ist es besonders wertvoll, wenn mal ein langer Schlag rein geht“, sagte Kaymer nach seinem hervorragenden 68-Schläge-Auftakt in Rochester/New York.

          Der PGA-Championship-Sieger von 2010 lag nach Tag eins auf Rang elf und konnte mit dem gleichen Ergebnis am Freitag noch deutlich an Boden gut gutmachen. Zum Ende seiner Runde verbesserte er sich mit insgesamt 136 Schlägen auf Platz fünf und hatte nur drei Schläge Rückstand auf den führenden Masters-Sieger Adam Scott aus Australien.

          US-Open-Sieger Justin Rose aus England hatte als Zweiter 134 Schläge auf dem Konto. Mental stark zeigte sich der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Mettmann, als am Donnerstag nach seinem Abschlag an der zwölften Bahn die Sirene zur Gewitterunterbrechung ertönte, er in den 71 Minuten Pause kurz etwas aß und danach Birdie, Eagle, Birdie hinlegte.

          „Das kann passieren, das sind schwere Schlusslöcher“

          Als der lange Putt auf der zwölften Spielbahn fiel, stieg sein Selbstvertrauen und ihm gelang anschließend das seltene Eagle. Zwei Bogeys auf den letzten zwei Löchern verhinderten ein noch besseres Ergebnis zum Start des mit acht Millionen Dollar dotierten Turniers im Oak Hill Country Club. „Das kann passieren, das sind schwere Schlusslöcher“, sagte Kaymer dem Internetportal Golf.de.

          Umso bemerkenswerter war, dass er am Freitag auf den Löchern 15 und 16 Birdies spielte und völlig Bogey-frei blieb. Während Mitspieler und Titelverteidiger Rory McIlroy sich nach der 69 zu Beginn bei der 71er Runde manches Mal ärgerte, blieb der Deutsche ohne Schlagverlust. Gleichauf mit Kaymer lag vor Runde drei der Amerikaner Webb Simpson, der nach einer 72 mit einer exzellenten 64 aufhorchen ließ.

          „Es nervt, wenn du das Vertrauen verlierst“

          Tiger Woods, der am Freitag spät startete, vergab eine gute Ausgangsposition an seinem letzten Loch. Der Weltranglistenerste und Topfavorit aus den Vereinigten Staaten brauchte auf seiner Schlussbahn, einem 413 Meter langen Par-4-Loch, sechs Schläge und verspielte damit einen guten Auftakt. Mit 71 Schlägen lag der 14-malige Major-Sieger nur auf dem 50. Platz.

          Der Ratinger Marcel Siem musste um die Teilnahme am Wochenende zittern. Bei schwülwarmem Wetter misslang dem 33-Jährigen der Start mit 73 Schlägen. „Es nervt, wenn du in ein Major gehst und das Vertrauen zu deinen langen Schlägen plötzlich verlierst“, meinte der mit seinen Abschlägen unzufriedene Rheinländer. Bereits am ersten Loch kassierte Siem in Durchgang zwei ein Bogey und lag bei vier über Par.

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