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Pferdehaltung in Corona-Krise : „Es darf jetzt nicht darum gehen, zum Spaß zu reiten“

Wann kommt die Chefin? Pferde müssen immer betreut werden, auch in der Krise. Bild: dpa

FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach spricht im Interview über die Notwendigkeit, Pferde bei Kontaktsperren zu versorgen und zu bewegen, wer dies machen soll und darf, und die unerfüllte Sehnsucht von Besitzern.

          7 Min.

          Was passiert mit einem Pferd, das im Stall steht und seinen Reiter aufgrund der Ausgangsbeschränkungen länger nicht mehr wiedersieht?

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Das könnte ein Problem sein. Sportstätten sind im Moment für Publikumsverkehr geschlossen. Das betrifft auch Reitanlagen. Aber wir haben Einvernehmen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium, das für Tierschutz zuständig ist, dass Pferde weiterhin versorgt werden müssen. Dazu gehört Fütterung, die Pflege des Pferdes, und dazu gehört auch, dass Pferde bewegt werden müssen. Sie können nicht über Wochen 24 Stunden lang in der Box stehen. Dann werden sie krank, oder schlimmstenfalls fallen sie irgendwann tot um. Das heißt, das Bundeslandwirtschaftsministerium und die Bundesländer erkennen an, dass Menschen in die Reitställe müssen, um sich zu kümmern. Unterschiedlich regeln die Länder hingegen das Thema, ob weiterhin Reitunterricht stattfinden darf. Es gibt Erlasse oder konkrete Leitfäden. Die Leute müssen sich aber nicht nur ansehen, was ihr Bundesland vorschreibt, sondern auch, was das regionale Gesundheits- und Ordnungsamt dazu sagt. Da erleben wir Föderalismus pur.

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