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Petkovic bezwingt Jankovic : „Seht her, hier bin ich wieder!“

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Die Freude muss raus: Petkovic nach ihrem Einzug ins Finale Bild: dpa

Diesmal streikt ihr Körper nicht: Andrea Petkovic setzt sich im Halbfinale von Nürnberg gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic aus Serbien mit 6:4, 6:3 durch.

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          Andrea Petkovic schrie ihre Freude und Erleichterung einfach nur heraus. Den linken Arm reckte sie in die Höhe und schlug mehrmals auf ihren Tennisschläger - als wolle sie sich selber applaudieren und allen zurufen: „Seht her, hier bin ich wieder!“ Gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic setzte sich die so lange verletzte 25 Jahre alte Darmstädterin am Freitag im Halbfinale des neuen Nürnberger Sandplatzturniers überraschend deutlich und völlig verdient nach 89 Minuten mit 6:4, 6:3 durch.

          Damit steht die ehemalige Nummer neun der Welt erstmals seit Oktober 2011 wieder in einem Finale auf der WTA-Tour. „Ich bin echt glücklich, dass es so gelaufen ist. Ich hatte das Gefühl, jedes Spiel war auf der Kippe, aber in den wichtigen Momenten habe ich mutig gespielt“, sagte die Hessin.

          Nach all den Rückschlägen der vergangenen Monate wird Petkovic in der Weltrangliste aktuell nur noch auf Platz 103 notiert. Jankovic liegt auf Position 16 und war bei der Premiere des Nürnberger Turniers an Nummer eins gesetzt. „Das wird sehr schwer. Jankovic spielt eine super Sandplatz-Saison bisher“, hatte Bundestrainerin Barbara Rittner schon vor der Partie gesagt. Zunächst sah es auch so aus, als sollte Rittner recht behalten. Gleich das erste Aufschlagsspiel nahm die 28 Jahre alte Serbin der letzten im Turnier verbliebenen Deutschen ab und erhöhte schnell und kompromisslos auf 2:0.

          Gut in Form, trotzdem unterlegen: Jelena Jankovic

          Jankovic zeigte eindrucksvoll, weshalb sie bei den French Open die spätere Finalistin Maria Scharapowa am Rande einer Niederlage hatte. Doch Petkovic stellte sich schnell auf das druckvolle und präzise Grundlinienspiel ihrer Gegnerin ein. Nach dem Break zum 2:2 schallte erstmals ihr bekanntes „Come on“ über den Ascheplatz, nachdem sie kurz zuvor noch in Richtung von Trainer Petar Popovic und Fed-Cup-Chefin Rittner blickend geschimpft hatte: „Konzentrier dich mal, was spielst du für ’ne Scheiße.“

          „I want it all“

          Nach einer Dreiviertelstunde landete ein langer Ball von Petkovic genau auf der Linie - es stand 6:4, und die Stadionregie spielte den Queen-Klassiker „I want it all“ ein. Und die Hessin wollte den 1:0-Satzvorsprung auf keinen Fall wieder hergeben. Kurz darauf befürchteten die Zuschauer Schlimmes, als sich Petkovic beim Stand von 2:2 an den Oberschenkel griff. Doch diesmal streikte ihr Körper nicht. Nach dem Turniersieg beim zweitklassigen ITF-Turnier in Marseille am vergangenen Sonntag scheint Petkovic endgültig wieder auf dem Weg zu einstiger Stärke. Selbstbewusst schickte sie Jankovic quer über den Platz, streute wohldosierte Stoppbälle ein und nutzte ihren ersten Matchball zum Sieg.

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