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Videotelefonat mit Thomas Bach : Fatales Signal des IOC im Fall Peng

Diese Foto vom Videotelefonat zwischen Thomas Bach (links) und Peng Shuai veröffentlichte das IOC. Bild: Reuters

Präsident Thomas Bach telefonierte mit der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai. Eine inhaltsleere Erklärung dazu schürt den Verdacht, die Athletin stehe weiter unter der Kontrolle der Partei.

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          Die Mitteilung, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) vom Videotelefonat seines Präsidenten Thomas Bach mit der Tennisspielerin Peng Shuai am Sonntag verschickt hat, enthält eine gute Nachricht: Peng Shuai lebt. Das ist allerdings das einzig Gute, was sich verlässlich aus dem Videogespräch, an dem auch das chinesische IOC-Mitglied Li Lingwei und die Vorsitzende der IOC-Athletenkommission, die Finnin Emma Terho, teilnahmen, ableiten lässt. Der Rest der Mitteilung löst beim Lesen Bestürzung aus. Was hat Peng Shuai gesagt?

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          Die Welt erfährt es nicht, jedenfalls wird die Athletin nicht wörtlich zitiert. Ihr angeblicher Wunsch nach Ungestörtheit wird paraphrasiert, ebenso ihre angebliche Sicherheit in Peking und das angebliche Anliegen, die kommende Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Mit keinem Wort wird erwähnt, weshalb es von Peng Shuai mehr als zwei Wochen lang kein Lebenszeichen gab: ihre Vorwürfe gegen den Parteifunktionär Zhang Gaoli, sie sexuell genötigt zu haben.

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