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Floors holt Gold bei Para-WM : „Wer wäre nicht gerne mal König?“

  • Aktualisiert am

Leichtathlet Johannes Floors im Jahr 2018 Bild: dpa

Johannes Floors hat in Dubai bei der Para-WM der Leichtathleten über 100 Meter eine Goldmedaille geholt – es ist bereits die dritte für Deutschland. Felix Streng belegte den dritten Platz.

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          Erst lief er Weltrekord, jetzt kürte er sich mit Gold endgültig zum Sprint-König im Para-Sport: Johannes Floors hat bei der Para-WM der Leichtathleten in Dubai seinen besonderen Weltrekord über 100 Meter vergoldet. Der 24-Jährige setzte sich am Montag in 10,60 Sekunden vor dem Südafrikaner Mpumelelo Mhlongo und seinem zeitgleichen Leverkusener Teamkollegen Felix Streng durch (beide 11,00).

          Damit hat Deutschland nach fünf von neun Wettkampftagen dreimal Gold und je einmal Silber und Bronze gewonnen und belegt Rang acht im Medaillenspiegel. Floors war im Vorlauf Sonntag in 10,54 Sekunden Weltrekord gelaufen und hatte sich damit zum schnellsten Sprinter mit einer oder zwei Prothesen gekürt.

          „Ein geiler Titel. Wer wäre nicht gerne mal König?“, sagte Floors lachend: „Es war nicht leicht, nach dem verrückten Rennen gestern die Spannung zu halten.“ Nicht gut findet Floors die seit Oscar Pistorius gängige Bezeichnung „Stelzen-Sprinter“. Denn er findet: „Stelzen haben Clowns im Zirkus, die 2,40 Meter groß sind. Ich bin im Alltag sogar einen Zentimeter größer als auf meinen Sport-Prothesen.“

          Streng schwankte zwischen Frust und Stolz. „Ich hatte eine schwere Saison mit insgesamt drei Monaten Ausfall. Von daher bin ich glücklich, dass ich hier bin, im Finale stand und eine Medaille habe“, sagte der 24-Jährige. „Ich freue mich für Johannes. Aber nächstes Jahr werden die Karten neu gemischt.“

          Die weiteren deutschen Athleten gingen am Montag leer aus. Katrin Müller-Rottgardt (Wattenscheid/12,22) wurde über 100 Meter Vierte unter vier Finalistinnen, eroberte durch den Einzug in den Endlauf aber einen Slotplatz für die Paralympics. Martina Willing (Cottbus/20,97 Meter) wurde im Speerwurf Fünfte, Hanna Wichmann (Greifswald/4,26) im Kugelstoßen Siebte, Maria Tietze (Leverkusen/4,26) im Weitsprung Achte, Alhassane Baldé (Bonn/3:05,99 Minuten) über 1500 Meter Zehnter und somit Vorletzter.

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