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Olympia-Qualifikation : Solo von Wellbrock – Groß in Gedanken

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Der Frankfurter Lucas Matzerath (l.) schwimmt die Norm für Tokio Bild: AFP

Bei der finalen Tokio-Qualifikation geht Wellbrock alleine ins Becken. Bruhn und Matzerath schwimmen Olympia-Norm. In Sachen Sportdirektor wird ein großer Name gehandelt.

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          Florian Wellbrock hat bei seinem ersten Auftritt bei der finalen Olympia-Qualifikation in Berlin noch nicht sein volles Leistungsvermögen gezeigt. Der 23 Jahre alte Doppel-Weltmeister schwamm sein Solo-Rennen über 800 Meter Freistil in 7:48,12 Minuten und war damit gut fünf Sekunden langsamer als bei seinem deutschen Rekord vor zwei Jahren. „Das sollte ein Test sein für den Angang für die 1500 Meter. Dafür, dass ich es alleine schwimmen musste, war es glaube ich ganz in Ordnung“, sagte der gebürtige Bremer.

          Annika Bruhn und Lucas Matzerath knackten am Freitag ihre ersten Normen für die Sommerspiele in Tokio. Bruhn schlug über 200 Meter Freistil nach 1:57,17 Minuten an und blieb damit drei Hundertstelsekunden unter der geforderten Zeit. Isabel Gose war noch schneller und gewann das Rennen in 1:56,93 Minuten. Brustschwimmer Matzerath schaffte die Norm über 100 Meter in 59,63 Sekunden.

          Zuvor hatten sich bereits acht deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer mit Wellbrock an der Spitze fest für das Großereignis in Japan qualifiziert. Sieben weitere unterboten in den vergangenen Wochen die geforderte Norm, teilweise auf mehreren Strecken.

          Michael Groß weiter im Gespräch

          Am Rande der Wettkämpfe sprach der Präsident des Deutschen Schwimm-Verbands, Marco Troll, auch über den nach wie vor vakanten Posten des Leistungssportdirektors. Der DSV will in der nächsten Woche in diesem Zusammenhang eine Entscheidung treffen und denkt dabei weiter auch über den dreimaligen Olympiasieger Michael Groß nach. „Wir haben im Vorstand einen Plan und werden diesen Plan in der kommenden Woche mit dem Präsidium abstimmen. Da wird auch Michael Groß ein Thema sein“, sagte Troll der Deutschen Presse-Agentur.

          Der DSV sucht nach der Freistellung von Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen einen oder mehrere Nachfolger für dessen Aufgaben. Unter anderen Bundestrainer Bernd Berkhahn und Athletensprecherin Sarah Köhler hatten sich zuletzt für eine Rehabilitierung von Kurschilgen ausgesprochen. Sollte dies nicht zeitnah möglich sein, schlagen sie Groß als Interimslösung für den Posten vor. „Ich hatte zweimal Kontakt zu Michael Groß. Wir haben seine Vorstellungen abgefragt, und er kennt unsere Vorstellung. Er ist aber nicht der einzige Kandidat“, sagte Troll über den früheren Top-Athleten.

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