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Olympia-Glosse : Witznummer im Weltraum

  • -Aktualisiert am

Feuer im Weltraum: Am Boden ist die Fackel im All zu erkennen Bild: dpa

Das olympische Feuer ist unterwegs nach Sotschi - und eilt von einer größenwahnsinnigen Station zur nächsten. Der Flug ins All ist der vorläufige Höhepunkt. Wie wollen die Russen das noch steigern?

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          Die Russen bringen sich in Schwierigkeiten, jemand sollte sie warnen. Die olympische Fackel ist unterwegs nach Sotschi, und der Gastgeber presst einen Höhepunkt nach dem anderen aus dem Lauf über 65.000 Kilometer mit 14.000 Fackelträgern. Er riskiert, dass ihm bis zum 7. Februar, dem Tag der Eröffnungsfeier, die Superlative und Showeinlagen ausgehen.

          Da war erst die Nummer mit dem Nordpol als Station. Bald ist der Baikalsee dran, in dem sich Taucher mit wasserfester Flamme für Olympia verwenden. Der Flug ins All aber war jetzt das beste Beispiel für schlechtes Timing, denn er dürfte nur schwer zu übertreffen sein. Es droht vorolympische Langeweile.

          Vertraute Kategorien im Zeichen der Ringe kommen bei der Witznummer im Weltraum zur Geltung: Größenwahn, pathetische Symbolik, Begeisterung an sich selbst. Eine Sojus-Rakete brachte die Flamme zur Internationalen Raumstation (ISS), dort stiegen erstmals in der Geschichte Kosmonauten ins All aus, um ein Foto der Flamme mit der Erde im Hintergrund zu schießen.

          Was da noch kommen soll? Vielleicht das: Edward Snowden läuft mit der Flamme von Moskau nach Sotschi und übergibt sie dort der amerikanischen Olympia-Mannschaft. Eine Supersache. Herr Putin, größter Sotschi-Freund, übernehmen Sie!

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

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