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Deutsche Teams bei Olympia : Die Mannschaftsstärke ist nur ein Traum

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Am Beach sieht es gut aus: Laura Ludwig (l.) und Margareta Kozuch haben realistische Chancen, es nach Olympia zu schaffen. Bild: Picture-Alliance

Nach den finalen Niederlagen der Volleyballer sieht es insgesamt nicht gut aus für die deutschen Mannschaftssportarten bei Olympia: nur wenige Teams haben realistische Chancen, sich zu qualifizieren.

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          Die deutschen Volleyball-Teams haben bei Männern und Frauen die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio verpasst. Auch in anderen Mannschaftssportarten sieht es nicht besonders gut aus. Erst drei Teams sind sicher dabei, dagegen schon zehn definitiv gescheitert.

          Baseball/Softball: Keine deutschen Teilnehmer. Die deutschen Baseballer haben bei der EM in Bonn und Solingen die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier verpasst und fehlen somit in Tokio. Auch die Softballerinnen sind nicht am Start.

          Basketball: Kleine Chance für die Männer. Nach dem Scheitern in der Vorrunde bei der WM in China hat das deutsche Männer-Nationalteam unmittelbar vor Olympia wenigstens noch die Möglichkeit, sich über eines von vier Ausscheidungs-Turnieren zu qualifizieren. Die Mannschaft um NBA-Profi Dennis Schröder muss sich Ende Juni unter sechs Teams in Split durchsetzen – da es nur der Sieger nach Japan schafft, wird die Mission nicht einfach. Die Frauen sind aus dem Rennen.

          3x3-Basketball: Kleine Chance für die Frauen. Bei der olympischen Premiere der Streetball-Variante haben die deutschen Männer keine Chance mehr auf die Qualifikation. Die Frauen spielen vom 18. bis 22. März in Indien um ihren Startplatz, es geht gegen Frankreich, die Vereinigten Staaten, Uruguay und Indonesien. Von insgesamt 20 Teilnehmern schaffen es drei. Für ein abschließendes weiteres Qualifikationsturnier stehen die deutschen Frauen zudem auf der Warteliste. Dabei wird ein letztes Ticket vergeben.

          Beachvolleyball: Gute Aussichten für Frauen und Männer. 15 der 24 Startplätze werden über die Weltranglisten-Plazierung mit Stichtag 15. Juni 2020 vergeben. Deutschlands bestes Männer-Duo, Julius Thole und Clemens Wickler, sind dank ihrer guten Position in der Olympiarangliste so gut wie sicher qualifiziert. Niels Ehlers und Lars Flüggen dürfen sich auch noch Hoffnung machen, es zu schaffen. Bei den Frauen liegen zwei Duos auf Kurs: Olympiasiegerin Laura Ludwig und Partnerin Margareta Kozuch haben ebenso wie Karla Borger und Julia Sude gute Aussichten auf die Qualifikation. Maximal zwei Teams pro Geschlecht und Nation sind startberechtigt.

          Raus mit Applaus: Georg Grozer und die deutschen Volleyball-Männer haben die Qualifikation für Tokio verpasst.

          Fußball: Männer dabei, Frauen nicht. Die deutschen Männer haben sich durch ihren Halbfinal-Einzug bei der U21-EM für Olympia qualifiziert. Die Frauen verpassten die Sommerspiele durch ihren K.o. im WM-Viertelfinale gegen Schweden, 2016 hatten sie in Rio noch Gold gewonnen. In Tokio tritt eine U23-Auswahl an, die Spieler müssen 1997 oder später geboren sein.

          Handball: Frauen gescheitert, Männer noch im Rennen. Die deutschen Frauen hätten für die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier bei der WM mindestens Siebte werden müssen, belegten am Ende aber Platz acht und scheiterten. Als Europameister wären die Männer direkt für Tokio qualifiziert. Reicht es nicht zum Titel, gibt es den Umweg über das Qualifikationsturnier in Berlin (17. bis 19. April).

          Hockey: Deutsche Frauen und Männer sind dabei. Beide Nationalteams haben bei den Qualifikationsspielen in Mönchengladbach souverän ihre Tokio-Qualifikation geschafft. Die Frauen setzten sich problemlos gegen Italien (2:0/7:0) durch, die Männer hatten gegen Österreich (5:0/5:3) keine Mühe.

          Rugby: Beide Teams sind gescheitert. Die Frauen des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) schieden beim ersten Europa-Qualifikationsturnier in Kasan in der Vorrunde aus, für die Männer war in Colomiers/Frankreich im Viertelfinale Schluss.

          Volleyball: Beide Teams sind knapp gescheitert. Sowohl die deutschen Männer als auch die deutschen Frauen sind in Japan nicht dabei. Beide Teams schafften es bis ins Finale der Qualifikationsturniere, kassierten dort aber entscheidende Niederlagen.

          Wasserball: Geringe Chancen für beide Teams. Für die beiden deutschen Mannschaften wird es bei den am Sonntag gestarteten Europameisterschaften ernst. In Budapest wird bei Frauen und Männern je ein Startplatz für Tokio vergeben – das ist kaum zu schaffen. Danach bleibt noch der Weg über die Qualifikationsturniere im März mit Teams aus aller Welt. Für eine Teilnahme ist die EM-Plazierung ausschlaggebend. Bei den Männern werden auf diesem Weg die letzten vier Plätze vergeben, bei den Frauen die letzten drei.

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