https://www.faz.net/-gtl-9pewc

Crystal Meth und Ecstasy : Niederländische Leichtathletin mit 50 Kilo Drogen erwischt

  • Aktualisiert am

Vom Zoll aufgehalten: Madiea Ghafoor (links), hier in Berlin 2018 Bild: Picture-Alliance

Im Mai noch qualifiziert sich Madiea Ghafoor für die Leichtathletik-WM in Doha. Dann aber wird die Läuferin vom deutschen Zoll mit ihrem Auto gestoppt. Im Kofferraum: Drogen im Wert von zwei Millionen Euro.

          1 Min.

          Der deutsche Zoll hat die niederländische Leichtathletin Madiea Ghafoor auf der Autobahn mit über 50 Kilogramm Drogen im Auto gestoppt. Die 26-Jährige sitzt seit dem 18. Juni in Kleve in Untersuchungshaft, das bestätigte Oberstaatsanwalt Johannes Hoppmann dem SID. Das Landgericht Kleve hat am 19. Juli in der Sache Anklage erhoben.

          Die Staatsanwaltschaft Kleve und das Hauptzollamt Duisburg hatten den Vorfall bereits Anfang Juli öffentlich gemacht – ohne den Namen zu nennen. Erst jetzt kam heraus, dass es sich um die 400-m-Läuferin Ghafoor handelt. Sie reiste alleine, im Wagen wurden große Mengen Crystal Meth und Ecstasy mit einem Schwarzmarktwert von rund zwei Millionen Euro gefunden.

          Ghafoor wurde auf der A3 in Höhe Elten routinemäßig kontrolliert. Sie gab laut Pressemitteilung an, auf dem Weg zum Training in Düsseldorf zu sein, verbotene Waren habe sie nicht dabei. Im Kofferraum stellten die Beamten 25 Beutel aus Alufolie und Plastik sicher. Ghafoor wurde noch vor Ort festgenommen.

          Die Sprinterin hatte sich mit der niederländischen 4x400-m-Staffel im Mai für die Weltmeisterschaften in Doha qualifiziert. Nach dem Diamond-League-Meeting in Rabat/Marokko am 16. Juni galt sie als vermisst.

          Am Donnerstag gab der niederländische Leichtathletik-Verband Atletikunie eine Erklärung ab. „Atletikunie hat den Vorfall mit Entsetzen zur Kenntnis genommen und der Familie Hilfe angeboten. Es ist uns nicht möglich, Kontakt aufzunehmen“, hieß es in der Stellungnahme. Der Verband warte jetzt die weiteren rechtlichen Schritte ab und hoffe auf rasche Klarheit.

          „Wir sind geschockt. Wenn diese Vorwürfe stimmen, dann können sie das Ende ihrer Sportkarriere bedeuten“, sagte Ad Roskam, Direktor der Atletikunie dem TV-Sender NOS. Ghafoor hat 2016 an den Olympischen Spielen in Rio teilgenommen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Rückbau schreitet unaufhaltsam voran: Sprengung der Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg.

          Energiewende : Die Zweifel am Atomausstieg wachsen

          Ist der Klimawandel riskanter als die Kernkraft? Ein Mitglied der Kommission zum Atomausstieg hat jetzt Zweifel an der Entscheidung von damals. Doch keine der möglichen Regierungsparteien möchte den Ausstieg rückgängig machen.
          Julian Reichelt am 30. Januar 2020 auf einer Messe in Düsseldorf

          Bild-Chef Julian Reichelt : Sex, Lügen und ein achtkantiger Rauswurf

          Erst bringt die New York Times eine Riesenstory über Springer. Vorher stoppt der Verleger Ippen eine Recherche über den Bild-Chef Reichelt. Der ist seinen Job plötzlich los. Er hat wohl den Vorstand belogen. Die Chaostage sind perfekt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.