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Nicolas Kiefer : Mit neuem Tennis-Partner nach Peking

  • Aktualisiert am

Trauriger Zweiter 2004: Nicolas Kiefer an der Seite von Rainer Schüttler in Athen Bild: DPA

„Die größte Chance, in Peking mitzumischen und etwas zu erreichen, gibt es im Doppel. Ich will gerne mit Tommy Haas an den Start gehen“, sagte Tennis-Profi Nicolas Kiefer, der 2004 in Athen gemeinsam mit Rainer Schüttler Olympia-Silber geholt hatte.

          Eine Woche vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres hat Nicolas Kiefer mit der Idee eines Olympia-Doppels an der Seite seines Rivalen Thomas Haas überrascht. „Die größte Chance, in Peking mitzumischen und etwas zu erreichen, gibt es im Doppel. Ich will gerne mit Tommy Haas an den Start gehen“, sagte der 30 Jahre alte Tennisprofi in einem am Wochenende von mehreren deutschen Zeitungen verbreiteten Interview.

          Er habe mit Haas, der nicht gerade als sein bester Freund gilt, bereits gesprochen. Bei den Australian Open (14. bis 27. Januar in Melbourne) wolle er sich nochmals mit dem gebürtigen Hamburger zusammensetzen. „Ich sehe da keine Probleme. Und keine Berührungsängste. Sportlich wäre es die stärkste Lösung. Wir könnten richtig angreifen“, sagte Kiefer am Rande des Turniers in Doha/Katar, das der Schotte Andrew Murray gewann. 2004 in Athen hatte Kiefer mit Rainer Schüttler (Korbach) nach vier vergebenen Matchbällen im Finale gegen Fernando Gonzalez/Nicolas Massu (Chile) die olympische Silbermedaille geholt.

          Kohlschreiber gewinnt mit Ersatzpartner

          Die kommende Woche möchte er zur Regeneration und zum Auskurieren seiner jüngsten Fußverletzung nutzen. „Meine ganze Konzentration gilt den Australian Open, da will ich fit und schlagkräftig sein“, sagte Kiefer, der beim Hartplatz-Turnier in Doha vor dem Achtelfinale gegen den Russen Dmitri Tursunow zurückgezogen hatte. Nach auskurierter Schulterblessur plant Kiefer sein Comeback beim hochkarätig besetzten Einladungsturnier im Melbourner Stadtteil Kooyong (9.-12. Januar).

          In vielversprechender Verfassung präsentiert sich bereits zum Jahresbeginn der deutsche Hoffnungsträger für die Ära nach Haas, Kiefer & Co. Er habe „ein insgesamt gutes Gefühl“ für die Saison, sagte Philipp Kohlschreiber in Doha. Der 24 Jahre alte Augsburger reiste mit seinem vierten Doppel-Titel im Gepäck ins neuseeländische Auckland weiter. „Das war eine gute Vorbereitung für die kommenden Turniere. Ich bin froh, dass ich hier gutes Tennis gezeigt habe.“ Im Einzel scheiterte der Daviscup-Spieler im Viertelfinale knapp am Kroaten Ivan Ljubicic, im Doppel gelang ihm an der Seite des Tschechen David Skoch durch ein 6:4, 4:6, 11:9 über die Südafrikaner Jeff Coetzee und Wesley Moodie ein Überraschungs-Erfolg. „Das ist eine lustige Geschichte“, meinte Kohlschreiber. „Wir wollten beide mit unseren normalen Partnern spielen, haben aber den 'Cut' nicht geschafft. Also haben wir beschlossen, gemeinsam anzutreten und es hat hervorragend geklappt.“

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