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Umstrittener NFL-Quarterback : War es das für Aaron Rodgers?

Denkt womöglich sogar über ein Karriereende nach: Aaron Rodgers Bild: dpa

Die Green Bay Packers scheitern überraschend in den NFL-Play-offs. Quarterback Aaron Rodgers äußert sich anschließend fast schon verheißungsvoll zur eigenen Zukunft – nicht nur in Green Bay.

          2 Min.

          Die Worte von Aaron Rodgers klangen fast schon verheißungsvoll: „Ich werde mir Zeit nehmen und Gespräche führen mit den Leuten hier, dann Zeit nehmen und Abstand gewinnen und eine Entscheidung treffen.“

          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.

          Nach dem überraschenden Aus der Green Bay Packers in den Play-offs der National Football League (NFL) hatte der Quarterback am Sonntag seinen Verbleib beim eigentlich als Titelfavoriten gehandelten Team offengelassen und sogar ein Karriereende nicht ausschließen wollen. Fest stehe für ihn lediglich, dass er nicht Teil eines Wiederaufbaus in Green Bay sein werde, sofern er weiterspiele. Also nur dann bei den Packers bliebe, wenn auch in der kommenden Spielzeit realistische Chancen auf die Meisterschaft bestünden.

          „Viele Entscheidungen zu treffen“

          Damit bezog sich der 38-Jährige, im vergangenen Jahr zum wertvollsten Spieler der NFL gewählt, auf die Personalsituation seiner Mannschaft. Mehrere Verträge mit wichtigen Spielern der Packers laufen nach dieser Saison aus, die für Rodgers beim 10:13 gegen die San Francisco 49ers nun ein unerwartet frühes Ende genommen hat.

          „Es wird viele Entscheidungen zu treffen geben, viele Spieler, deren Zukunft unklar ist. Es wird interessant sein, zu sehen, in welche Richtung einige dieser Entscheidungen ausfallen“, sagte der Spielmacher bei der anschließenden Pressekonferenz. Auch er werde nun Gespräche führen, „und über meine eigene Zukunft nachdenken und wie viel länger ich das machen möchte.“

          Einsamer Abgang? Aaron Rodgers verlässt nach der Play-off-Niederlage das Spielfeld in Green Bay.
          Einsamer Abgang? Aaron Rodgers verlässt nach der Play-off-Niederlage das Spielfeld in Green Bay. : Bild: dpa

          Green Bay war nach dem Ende der regulären Saison als aussichtsreichster Kandidat auf den Gewinn des Super Bowls, dem Finale der NFL, in die Play-offs gegangen. Doch nach dem Überspringen des Play-off-Achtelfinals, was der jeweils besten Mannschaft der beiden NFL-Staffeln zusteht, folgte nun die schmerzhafte Niederlage gegen San Francisco.

          Noch wenige Minuten vor Schluss hatten das Team aus dem Bundesstaat Wisconsin 10:3 in Führung gelegen, ein Defensiv-Touchdown und vier Sekunden vor Schluss ein erfolgreicher Field-Goal-Versuch drehten die Partie aber zugunsten der 49ers, bei denen der Deutsche Mark Nzeocha zum Einsatz kam.

          Während sich San Francisco nun auf das NFL-Halbfinale vorbereiten kann, stehen die Packers vor einer wichtigen Frage: Setzen sie in ihrer Kaderplanung durch millionenschwere Vertragsverlängerungen auch gegebenenfalls personelle Verstärkungen für die kommende Saison noch einmal voll auf Erfolg, um nach 2011 wieder einen Super Bowl zu gewinnen? Oder trennen sie sich von einigen Profis, erleichtern so die Gehaltsliste und starten mit jungen, talentierten Spielern einen Neuanfang (der allerdings mehrere Jahre in Anspruch nehmen könnte)?

          Für Rodgers, zuletzt auch wegen seiner umstrittenen Aussagen zur Corona-Impfung in die Schlagzeilen geraten, ist die Antwort auf diese Frage klar: Zumindest dann, wenn er noch einmal das Trikot der Green Bay Packers tragen soll.

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