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NFL-Playoffs : Der ewig junge Quarterback-Klassiker

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Großes Duell: New England Patriots-Quarterback Tom Brady (l.) und Payton Manning (2005 noch im Trikot der Colts) Bild: picture alliance / AP Photo

Noch ein Sieg bis zum Super Bowl: Im Mittelpunkt steht das Spiel Denver Broncos gegen New England Patriots und das Duell der Quarterback-Stars Peyton Manning und Tom Brady.

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          Manchmal bedarf es keiner großen Worte, um ein Sport-Spektakel anzukündigen. Die Ansetzung allein genügt für erhöhten Pulsschlag und Adrenalinschübe. Das Endspiel um die Conference Championships in der National Football League NFL zwischen den Denver Broncos und den New England Patriots ist so ein Ereignis. Hysterie und Hype, Emotionen und Erwartungen lassen sich auf eine simple Formel bringen: Brady/Manning XV. - „das Spiel, das 95 Prozent der Amerikaner haben wollten“, meint CBSSports vor dem Spiel am Sonntag (21 Uhr/live im Livestream bei Sat1).

          Das Duell der Quarterback-Stars Tom Brady und Peyton Manning stellt das zweite Duell um den Einzug ins Super Bowl (2. Februar/ 1 Uhr, live in Sat1) zwischen den Seattle Seahawks und Vizemeister San Francisco 49ers (Montag 0.30 Uhr/ live in Sat 1) klar in den Schatten. Zum 15. Mal stehen sich die beiden prägendsten Playmaker des 21. Jahrhunderts gegenüber, zum vierten Mal in den Playoffs. Der Sieger der bisherigen drei Begegnungen wurde jeweils Super Bowl-Champion: Brady 2004 und 2005 mit New England, Manning 2007 mit Indianapolis.

          Hype um die Stars

          Es sei kein Spiel Manning gegen Brady, sondern eine Partie zweier sehr guter Mannschaften, hatte Denvers Spielmacher unmittelbar nach dem 24:17-Heimsieg der Broncos gegen die San Diego Chargers am vergangenen Sonntag betont. Ähnliches war von Brady aus Boston zu hören. Doch mag die Ansetzung auch noch so viele Stories liefern - die von Broncos-Wide Receiver Wes Welker beispielsweise, der im Sommer aus New England kam, wo er in den vergangenen Jahren sämtliche Rekorde auf seiner Posistion aufgestellt hatte - im medialen Mittelpunkt steht Brady/Manning XV.

          Kein klarer Favorit

          „Lasst den Hype beginnen“, hieß es gleich am Montag in der Zeitung „Boston Globe“. Es gibt keine Experten-Runde, in der die 15. Auflage des Quarterback-Klassikers nicht ausgiebig seziert wurde. Manning ist viermal zum wertvollsten Spieler (MVP) der NFL-Vorrunde gewählt worden, Brady hingegen hat dreimal den Super Bowl gewonnen. Wer hat die zuverlässigeren Passempfänger? Wer wird von seiner Offense Line besser beschützt? Welche Aussagekraft hat die bisherige Statistik? Trotz zahlreicher Diskussionen ist kein klarer Favorit zu erkennen. Die Buchmacher in Las Vegas sehen Denver leicht vorn, den Fans in New England wird dies jedoch ebenso egal sein wie der Broncos- Anhängerschar Mannings negative Bilanz gegen die „Pats“.

          Der 37-Jährige hat zehnmal das Duell mit Brady verloren - das sind sechs Niederlagen mehr für ihn als gegen jedes andere NFL-Team. Und selbst wer sich in Denver nur marginal mit Football beschäftigt, dürfte mittlerweile mitbekommen haben, dass Mannings Playoff-Rekord bei 10:11 liegt. Allerdings konnte Brady nur fünf seiner elf Partien gegen Denver gewinnen. Und 5:0 lautet Mannings Bilanz gegen Teams, denen er im Spiel zuvor unterlegen war. Dies wiederum würde nichts Gutes für New England bedeuten.

          Am Wurf: Peyton Manning ist statistisch leicht im Hintertreffen

          Denn am 24. November gewannen die Patriots ein denkwürdiges Match trotz eines 0:24-Pausenrückstands noch mit 34:31 nach Verlängerung. Das größte Comeback der Vereinsgeschichte ging als „Miracle in Foxborough“ in die NFL-Annalen ein. Was dieser Sieg nun wert sei, wurde Brady gefragt. „Nicht allzu viel“, lautete seine Antwort. Schließlich habe Denver diesmal Heimrecht, zudem stünden beiden Teams verletzungsbedingt einige Spieler von damals nicht zur Verfügung. Patriots-Right Tackle Sebastian Vollmer fehlte Ende November bereits wegen eines Beinbruchs und wird aufgrund dieser Verletzung bis zum Saisonende nicht mehr einsetzbar sein.

          Die amerikanische Allgemeinheit sieht den größeren Druck bei Manning. Er hat mit 55 Touchdown-Vorlagen und Pässen über 5477 Yards Raumgewinn in der Vorrunde zwei NFL-Rekorde aufgestellt. Und es ist durchgesickert, dass Manning wieder Probleme an seinem mehrfach operierten Nacken haben soll. Im März will er sich deshalb einer genauen Untersuchung unterziehen. Selbst das Gerücht von einem möglichen Karriere-Ende machte hinter vorgehaltener Hand die Runde. Auch deshalb ist Brady/Manning XV. für viele ein Muss. Schließlich weiß niemand, wie oft es diesen Klassiker überhaupt noch geben wird.

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