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NFL-Auftakt : Quarterback bedankt sich bei Defense

  • Aktualisiert am

Nur einen Touchdown vorbereitet, aber der reichte zum Sieg: Aaron Rodgers (l.) von den Green Bay Packers in Aktion Bild: dpa

Die Green Bay Packers gewinnen das Auftaktspiel der 100. NFL-Saison. Das Traditionsduell gegen die Chicago Bears hält aber nicht, was es versprach. Den Packers reicht ein Touchdown zum Erfolg.

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          Nach diesem Rumpel-Auftakt in die neue Saison wusste Quarterback Aaron Rodgers, bei wem er sich zu bedanken hatte. Nicht der Offensivstar der Green Bay Packers hat das magere Eröffnungsspiel der amerikanischen Football-Liga NFL geprägt und den 10:3-Sieg beim Erzrivalen Chicago Bears sichergestellt. Im Gegenteil, Rodgers patzte gar mehrfach und überzeugte nur bei einem Angriff samt finalem Pass zum einzigen Touchdown des Donnerstagabends. „Unsere Verteidigung hat einen unglaublichen Job abgeliefert“, unterstrich er. „Es macht Spaß, den Jungs zuzuschauen.“

          Der Spaß hielt sich für neutrale Zuschauer und Offensiv-Fans freilich in Grenzen, der Auftakt der mit Spannung erwarteten 100. NFL-Saison erfüllte die Erwartungen nicht. „Noch schlimmer geht es nicht“, hatte sich Rodgers nach einem völlig verpatzten ersten Viertel gedacht.

          Ein Glanzlicht hatte einer der besten Quarterbacks der Liga im 199. Duell der Divisions-Rivalen aber dann doch parat: In weniger als zwei Minuten und mit nur vier Spielzügen führte er sein Team im zweiten Abschnitt über das Feld und in die gegnerische Endzone. Seinen Acht-Yard-Pass fing Tight End Jimmy Graham zum Touchdown.

          Zufrieden war der zweimal zum wertvollsten Spieler der NFL gewählte Rodgers nach der Abwehrschlacht aber nicht - dafür war er zu oft vom Gegner unsanft zu Boden gerissen worden. „Ich hatte einige richtig schlechte Würfe. Wir sind ein paar mal aus dem Rhythmus gekommen, unser Timing stimmte noch nicht ganz“, räumte der 35-Jährige ein.

          In Feierlaune nach dem Spiel: Green Bay Packers' Aaron Rodgers (l.) und Geronimo Allison

          Die Zahlen gaben ihm Recht: Rodgers brachte nur gut die Hälfte seiner Pässe an den Mann. Deutschlands Football-Hoffnung Equanimeous St. Brown fehlte dabei als möglicher Empfänger. Der 22 Jahre alte Wide Receiver hatte sich in der Vorbereitung schwer am Knöchel verletzt und fehlt in der gesamten Spielzeit. Auch im Laufspiel konnten die Packers mit dem neuen Chefcoach Matt LaFleur, dem Rodgers den Spielball als Andenken überreichte, kaum etwas ausrichten.

          Dafür überragte aber ausgerechnet die lange wacklige Abwehr. Erst zum zweiten Mal in den vergangenen 60 Jahren gelang den Packers ein Auswärtssieg, obwohl sie selbst nur zehn oder weniger Punkte erzielten. Dabei gehörte in den vergangenen beiden Jahren Green Bays Verteidigung nur zum Mittelmaß in der Liga. Vor allem deshalb verpassten die Packers jeweils den Einzug in die Playoffs.

          Bei den Gastgebern war die Stimmung nach der Auftaktpleite unterdessen gedrückt. „Drei Punkte sind lächerlich. Jeder Bears-Fan sollte heute sauer sein“, schimpfte Trainer Matt Nagy. Im letzten Spielabschnitt versuchte Chicago zwar noch einmal, das Spiel zu drehen. Der 25 Jahre alte Quarterback Mitchell Trubisky brachte die Bears tatsächlich bis an die 16-Yard-Line der Packers heran. Doch sein Passversuch auf Wide Receiver Allen Robinson 118 Sekunden vor dem Ende der Partie wurde von Adrian Amos in der Endzone abgefangen. Damit zerschlugen sich auch die letzten Siegeshoffnungen.

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