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Vorfall in der Luft : Football-Profi verklagt Airline wegen sexueller Belästigung

  • Aktualisiert am

Von der Corona-Krise finanziell wohl hart getroffen: die amerikanische Football-Liga NFL Bild: AFP

Weil Mitarbeiter einer Fluggesellschaft nicht entschieden genug gegen eine sexuelle Belästigung reagiert haben sollen, will ein NFL-Profi nun vor Gericht ziehen. Derweil droht der Liga ein Milliardenverlust.

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          Ein Football-Profi aus der amerikanischen Liga NFL hat die Fluggesellschaft United Airlines nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff in der Luft verklagt. Der Spieler, dessen Name bislang unbekannt ist, wirft dem Bordpersonal vor, bei Handgreiflichkeiten einer Passagierin nicht entschieden genug reagiert zu haben.

          Der Vorfall soll sich am 10. Februar während eines Fluges von Los Angeles nach Newark/New Jersey ereignet haben. In den Unterlagen steht, dass eine Frau, die in der gleichen Reihe wie der Profi saß, „unerwünschte Annäherungsversuche“ unternommen habe.

          Der Spieler und ein weiterer Mann haben Klage eingereicht. Unter anderem, weil sich die Fluggesellschaft geweigert habe, die Namen der Frau, der Flugbegleiter und potenzieller Zeugen herauszugeben. Zunächst soll die Passagierin den Profi belästigt haben, da er wegen der Corona-Pandemie eine Gesichtsschutzmaske trug. Nachdem Beschwerden beim Personal nichts brachten, griff die Frau an die Innenseite seines Oberschenkels und arbeitete sich nach oben. Als das Personal reagierte und die Frau warnte, riss sie dem Footballer angeblich die Maske vom Gesicht und packte ihm in die Genitalien. Danach soll sie auch noch den anderen Mann in der „Leistengegend“ berührt haben. Erst dann wurde die Passagierin umgesetzt.

          NFL-Klubs droht Milliardenverlust

          Derweil droht den NFL-Klubs ein Verlust von 5,5 Milliarden Dollar (etwa 5 Milliarden Euro), sollte die neue Saison aufgrund des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen. Das geht aus einer Analyse des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes hervor.

          Finden die Spiele 2020/21 vor leeren Rängen statt, verlieren die Klubs nicht nur die Einnahmen aus Ticketverkäufen. Auch die Gelder von Sponsoren, aus Parktickets, aus den Verkäufen von Fanartikeln sowie Essen und Trinken in den Stadien würden fehlen.

          Die NFL-Saison soll am 10. September starten. Bislang ist noch unklar, ob zu diesem Zeitpunkt wieder Fans in den Stadien erlaubt sein werden. Abhängig wird diese Entscheidung von den Bestimmungen der einzelnen Bundesstaaten sowie medizinischen Fortschritten sein.

          Am härtesten würden laut Forbes diese Verluste wohl den fünfmaligen Super-Bowl-Sieger Dallas Cowboys treffen. Die Einnahmen durch Zuschauer von knapp 621 Millionen Dollar (565 Mio. Euro) machen bei dem Team aus Texas knapp zwei Drittel der Gesamteinnahmen von 950 Millionen Dollar (865 Mio. Euro) aus.

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