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Tennis-Turnier in neuem Modus : Favorit strauchelt bei Davis-Cup-Auftakt

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Ließ seinem kroatischen Gegner keine Chance: Russlands Karen Chatschanow konzentriert sich vor seinem Aufschlag in Madrid. Bild: AP

Erstmals findet der Davis Cup in einem neuen Format statt. Bereits beim Auftakt wird deutlich, welche Schwierigkeiten sich daraus auch ergeben können. Deutschlands Teamchef indes ist zuversichtlich.

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          Vorjahressieger Kroatien ist mit einer Niederlage in die neue Endrunde des Davis-Cup-Wettbewerbs gestartet. Die Kroaten verloren am Montagabend in Madrid gegen Russland. Die Tennis-Partie war bereits nach den beiden Einzeln entschieden. Andrej Rubljow und Karen Chatschanow holten die beiden Punkte für die Russen, die in Madrid auf Spitzenspieler Daniil Medwedew verzichten müssen. Der US-Open-Finalist sagte wegen Erschöpfung kurzfristig ab.

          Mit einem Sieg startete auch Belgien in das Turnier. Die Belgier setzten sich gegen Kolumbien durch. Auch hier stand der Sieger bereits vor dem Doppel fest. Steve Darcis und David Goffin holten die beiden Zähler für Belgien. Eine überraschende Niederlage gab es für Mitfavorit Italien. Trotz der Anwesenheit ihrer beiden Topspieler Mario Berrettini und Fabio Fognini stand die Niederlage der Italiener gegen Kanada bereits nach den beiden Einzeln fest.

          Der Davis Cup wird in diesem Jahr erstmals in einem neuen Format ausgetragen. 18 Mannschaften kämpfen zunächst in sechs Dreier-Gruppen um den Einzug ins Viertelfinale. Danach geht es im K.o.-System weiter. Das Endspiel findet am Sonntag statt. In der Vergangenheit war der traditionsreiche Wettbewerb in vier Runden mit Heim- und Auswärtsspielen über das ganze Jahr verteilt ausgetragen worden. Neu ist auch, dass nur noch zwei Einzel und ein Doppel gespielt werden und es nur noch über Zwei-Gewinn-Sätze geht.

          Deutschland ist in Madrid ebenfalls dabei. Die Mannschaft von Teamchef Michael Kohlmann trifft in ihrem ersten Spiel am Mittwoch (11.00 Uhr/DAZN) auf Argentinien. Am Donnerstag ist dann Chile der Gegner. Die deutschen Tennis-Herren wollen dabei auf jeden Fall ins Viertelfinale. „Unser Ziel ist es ganz klar, die Gruppenphase zu überstehen“, sagte Kohlmann vor dem ersten Spiel. Die Sieger der sechs Gruppen sowie die beiden besten Zweiten erreichen die K.o.-Runde.

          Kohlmann gilt wie alle Spieler und Verantwortliche im Deutschen Tennis Bund als Gegner des neuen Formats. Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev hat wegen der Ablehnung des neuen Modus auf eine Teilnahme verzichtet.

          Kohlmann, der seit Freitag mit seinen Spielern Jan-Lennard Struff, Philipp Kohlschreiber, Kevin Krawietz und Andreas Mies in der spanischen Hauptstadt weilt, geht die Sache inzwischen aber pragmatisch an. „Wenn wir hier sind, wollen wir natürlich auch so erfolgreich wie möglich sein“, sagte der frühere Profi. „Es geht immerhin noch um den Davis Cup.“

          Gespannt ist Kohlmann, wie viele Zuschauer am Mittwoch auf dem zweitgrößten Platz im La Caja Magica die Partie gegen Argentinien verfolgen. Bei den Eröffnungsspielen am Montag blieben in den beiden kleineren Arenen zahlreiche Plätze frei. Auch der Ablauf ist im Vergleich zum gewohnten Rhythmus bei Heim- und Auswärtsspielen anders. „Wir haben nicht die Möglichkeiten wie sonst“, sagte Kohlmann zum Beispiel mit Blick auf die Trainingszeiten. „Aber wir werden dennoch gut vorbereitet sein.“

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