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Neue Zeitrechnung im Tennis : Davis Cup als Spekulationsobjekt

  • -Aktualisiert am

Der Star in der Caja Mágica, der Zauberkiste von Madrid: Rafael Nadal Bild: EPA

Der runderneuerte Davis Cup hat sich völlig verändert im Vergleich zu Boris Beckers Zeiten. Doch ein neuer Konkurrenz-Wettbewerb lässt auch nicht lange auf sich warten.

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          Boris Becker ist dieser Tage auf Krücken unterwegs; vor drei Wochen wurde er am linken Knie operiert, ein defektes Außenband. Danke der Nachfrage, sagt er, es gehe ihm schon wieder ganz gut. Doch einfach ist die Sache nicht, es gibt viel zu tun. Nachdem er in der Woche der Londoner ATP Finals in freundschaftlicher Mission den Weg von Alexander Zverev begleitete, wird er in der kommenden Woche als Chef des Männertennis im Deutschen Tennis Bund (DTB) in Madrid den Auftritt der deutschen Mannschaft bei der Endrunde des reformierten Davis Cups beobachten.

          Becker und der Davis Cup, das war von Mitte der achtziger Jahre an eine symbiotische Verbindung, die das Land elektrisierte. Dreimal gewannen die Deutschen den traditionsreichen, inzwischen 119 Jahre alten Wettbewerb; 1988 und 1989 angeführt von Becker, 1993 von Michael Stich. Das waren große Zeiten, vor den Fernsehschirmen zitterte ein Millionenpublikum mit, und hätte damals jemand behauptet, der Wettbewerb brauche eine Reform, dann wäre das ungefähr so gewesen, als nehme man in einer Weinhandlung den Champagner aus dem Sortiment. Das Grundprinzip von Heim- und Auswärtsspielen führte zu faszinierenden Begegnungen mit Maximaltemperatur. Der Sieg der Deutschen 1988 in Göteborg war ein Kracher, beim Erfolg gegen die Schweden im Jahr darauf in Stuttgart trug die Begeisterung der Zuschauer das Dach der Schleyer-Halle fast davon. Vom Wahnsinn drum herum bis zum mannshohen Elch aus Butter im VIP-Restaurant nicht zu reden.

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