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Neonazis im Gym : Den rechten Haken kontern

Mehr als Lippenbekenntnisse: Tobias H., der Integrations- und Extremismusbeauftragte des Vereins, beim Training im La Familia Fightclub Erfurt Bild: Daniel Pilar

Kommerzielle Kampfsportevents bieten Neonazis immer wieder eine Bühne, Verbände und Gyms reagieren häufig nicht – oder hilflos. Der Fall eines Erfurter Kickboxvereins zeigt jedoch: Ein Kulturwandel ist möglich.

  • -Aktualisiert am
          9 Min.

          Verschwitzt und verbeult stehen zwei Frauen in der Mitte eines Boxrings. Angespannt warten sie auf das Ergebnis. Zwischen ihnen steht ein Ringrichter im schwarzen Hemd, der beide an den Händen hält. „Chris Legien wertete 50 zu 48, und damit ist neue Weltmeisterin im Cruisergewicht Kickboxen-Lowkick: Michaela ‚Iron Mike‘ Michl.“

          Der Ringrichter reißt den Arm der Erfurterin nach oben. Sie stößt einen Freudenschrei aus, umarmt ihre Gegnerin. Zuvor hatten sich die Kämpferinnen fünf lange Runden nach allen Regeln der Kunst bearbeitet. Kickboxen, Vollkontakt mit Lowkicks – erlaubt sind Schläge und Tritte gegen Kopf, Körper und Beine. Die breitschultrige Michl gibt den Coaches der geschlagenen Gegnerin die Hand, springt ihrem Trainer in die Arme. Dann legt ihr Klaus Nonnemacher, Präsident des Verbandes World Kickboxing and Karate Union (WKU), den breiten, weiß-goldenen Weltmeistergürtel um die Hüfte.

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