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NBA-Titel für San Antonio : „Das ist wie ein Traum“

  • Aktualisiert am

Verrückt nach der NBA-Trophäe: Tony Parker Bild: REUTERS

Zum vierten Mal feiern die San Antonio Spurs den Titel in der NBA. Das Team aus Texas gewann auch das vierte Spiel gegen die Cleveland Cavaliers. Der Franzose Tony Parker wurde zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt.

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          Der „König“ verließ fluchtartig sein Reich. Bedient und stinksauer stürmte LeBron James nach der Majestätsbeleidigung aus der Quicken Loans Arena von Cleveland. Wieder hatte er die Krönung verpasst. Meister der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA wurden durch einen 83:82-Zittersieg in letzter Sekunde die San Antonio Spurs und nicht die Cleveland Cavaliers des bitter enttäuschten Basketball-Königs. Den entscheidenden vierten Sieg in der „best of seven“-Serie feierten die Spurs dank der Nervenstärke ihres argentinischen Freiwurf-Spezialisten Manu Ginobili.

          „Ich bin sehr enttäuscht, denn ich war überzeugt, dass wir die Meisterschaft gewinnen können“, meinte LeBron James, der 24 Punkte erzielte. Auf seinen ersten Triumph muss der 22-Jährige allerdings weiter warten. Auch im vierten Endspiel konnte er seine Kavaliere nicht wie gewohnt führen. Der König von Cleveland regierte zu oft wie ein kleiner Prinz. Sechs Ballverluste unterliefen ihm, 23 waren es in der gesamten Finalserie. „Ich muss besser werden, und ich werde stärker zurückkommen“, sagte James, der von seinen Mitspielern das Gleiche erwartet.

          Erfolgreichste Mannschaft der Dekade

          Mit der Larry O'Brien-Trophäe im Arm, die er von NBA-Chef David Stern zum vierten Mal seit 1999 überreicht bekam, meinte Spurs- Kapitän Tim Duncan: „Dieser Titel ist der Wertvollste von allen, weil wir einen ganz langen und harten Weg hinter uns haben.“ Der 31-Jährige ist neben Trainer Gregg Popovich der Einzige, der bei allen Erfolgen der Spurs dabei war. „Es ist zwar meine vierte Meisterschaft, aber dieses Gefühl ist immer wieder schön. Davon kann man gar nicht genug bekommen“, betonte Duncan.

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          NBA-Titel für San Antonio : „Das ist wie ein Traum“

          Teamkollege Robert Horry durfte sich sogar über seinen siebten Meisterring freuen. „Und ich habe noch nicht genug, ich hänge noch ein Jahr dran“, sagte der 36-Jährige. Mit ihrem neuerlichen Triumph haben die San Antonio Spurs die New York Yankees (Baseball), New England Patriots (Football) und die Detroit Red Wings (Eishockey) überholt und sind zur erfolgreichsten Mannschaft der Dekade im amerikanischen Profi-Sport aufgestiegen.

          James & Co. wurden weggefegt

          Die junge Cleveland-Mannschaft hatte erstmals in der Klub-Geschichte die Endspiele erreicht. Doch die Spurs waren erfahrener und vor allem sehr viel abgeklärter. Mit dem 4:0 gelang ihnen ein sogenannter „Sweep“. James & Co. wurden einfach weggefegt. „Jede Chance, eine Serie zu beenden, muss man nutzen. Wir wussten, dass wir heute die Chance haben, wenn wir das Spiel bis zum letzten Viertel offen halten“, sagte Ginobili. Der Argentinier war mit 27 Punkten der Matchwinner. In den letzten sieben Saison-Sekunden verwandelte er vier Freiwürfe.

          Die Cavaliers durften nur zu Beginn des Schluss-Viertels vom ersten Sieg träumen, nachdem sie 13 Punkte nacheinander erzielt hatten und mit 63:60 in Führung gingen. Es war in der gesamten Finalserie ihre erste Führung. Gegen keinesfalls überragende Gäste vergaben die „Cavs“ jedoch einen möglichen Erfolg vor allem auf Grund ihrer desolaten Trefferquote von nur 38,1 Prozent. San Antonios Tony Parker wurde zum „wertvollsten Spieler“ (MVP) der Finalserie gewählt. „Als ich klein war, habe ich immer Michael Jordan bewundert“, sagte Parker. „Jetzt stehe ich hier und habe wie er die MVP-Trophäe. Ich hoffe, wenn ich morgen früh aufwache, ist alles nicht nur ein Traum.“

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