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NBA : Show von Curry, Kritik für Nowitzki

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„Wenn du die ersten triffts, holst du dir gleich Selbstvertrauen“: Stephen Curry. Bild: AFP

Nowitzki und Dallas verlieren gegen Angstgegner Miami. Schon zuvor wird der deutsche Star kritisiert. Stephen Curry von Golden State stellt aber alle in der NBA an diesem Spieltag in den Schatten.

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          Mit 51 Punkten und elf verwandelten „Dreiern“ hat Basketball-Superstar Stephen Curry die Golden State Warriors in der amerikanischen Profiliga NBA zu einem 134:121-Sieg bei den Washington Wizards geführt. Der überragende Aufbauspieler des NBA-Champions kam damit am Mittwoch (Ortszeit) zum vierten Mal in seiner Karriere über 50 Zähler; zudem stellte er seinen Drei-Punkte-Rekord ein.

          Curry verwandelte 19 seiner 28 Würfe aus dem Feld. „Wenn du die ersten triffts, holst du dir gleich Selbstvertrauen“, sagte der 27-Jährige. „Du findest den Rhythmus und den Ring“, erklärte der wertvollste Spieler (MVP) der Liga, der 25 seiner 51 Punkte bereits im ersten Viertel erzielte.

          Dennis Schröder steuerte zum 124:86-Sieg der Atlanta Hawks bei den Philadelphia Sixers zwölf Punkte bei. Atlanta ist mit 29:22-Siegen Dritter der Eastern Conference, Philadelphia (7:42) bleibt abgeschlagen. Basketball-Nationalspieler Tibor Pleiß kehrte zwar zurück zu den Utah Jazz, verfolgte aber den 85:81-Sieg gegen die Denver Nuggets von der Bank aus. Der 26-Jährige hatte zuletzt zwei Spiele in der D-Leauge bei Utahs Farmteam Idaho Stampede bestritten. Denver, bei dem Bundestrainer Chris Fleming als Assistenzcoach fungiert, ist mit einer Siegbilanz von 19:31 derzeit ebenso aus den Playoff-Plätzen wie Utah (23:25).

          Die Dallas Mavericks haben trotz eines starken Dirk Nowitzki gegen einen Angstgegner wieder verloren. Die Texaner unterlagen am Mittwoch (Ortszeit) den Miami Heat 90:93. Nowitzki war in heimischer Halle bester Mann auf dem Feld, doch seine 28 Punkte reichten nicht. Der 37-Jährige hatte kurz vor Schluss noch ausgeglichen, aber dann verfehlte Mavericks-Teamkollege Raymond Felton mit einem Drei-Punkte-Wurf das Ziel. Mit dieser Heimniederlage hat Dallas nun neun der vergangenen zehn Spiele gegen Miami verloren. Die Mavericks bleiben mit 28:24 Siegen auf Platz sechs der Western Conference, Miami (28:22) ist nun im Osten Fünfter.

          Atlanta und Dennis Schröder (links) haben einen guten Lauf derzeit.

          Basketball-Legende Kareem Abdul-Jabbar scheint derweil den Spielstil von Nowitzki nicht zu mögen. „Er würde ganz anders gewürdigt werden, wenn er auf dem Spielfeld mehr gemacht hätte, als nur den Ball zu werfen. Er kann nur eine Sache“, sagte Abdul-Jabbar, der als bester Werfer in der NBA-Geschichte eingegangen ist. Der 68-Jährige bezeichnete Nowitzki während einer Stippviste an der George Mason University in Fairfax im amerikanischen Bundesstaat Virginia wegen seiner angeblich eindimensionalen Spielweise als „One-Trick Pony“.

          Nowitzkis Wurf, dozierte der bei den Los Angeles Lakers vor allem mit seinem Hakenwurf berühmt gewordene Center, sei „sehr schwer zu blocken. Aber wenn er bei den Rebounds und in der Abwehr ähnlich gut gewesen wäre, hätte er viel mehr Respekt erhalten.“ Mark Cuban, der Chef der Dallas Mavericks, nahm Nowitzki umgehend in Schutz: „Fragt ihn mal, wie viele Spiele er von Dirk gesehen hat. Dieser Junge kann rebounden, passen, und er hat einen unglaublichen Basketball-IQ. Er wird als einer der Größten abtreten, daran gibt es keinen Zweifel.“

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          „Das ist ja nicht das erste Mal, dass er so etwas gesagt hat“, meinte Nowitzki nach der Heimniederlage gegen Miami. Er wollte die Kritik des sechsmaligen NBA-Champions Abdul-Jabbaar nicht überbewerten. „Menschen haben Meinungen. Er ist einer der Größten, die jemals Basketball gespielt haben. Ich will keinen Krieg der Worte. Ich respektiere seine Meinung, aber ich bin nicht unbedingt damit einverstanden“, sagte der Deutsche, konnte sich einen Seitenhieb aber nicht verkneifen: „Ich denke nicht, dass man im Schnitt 25 Punkte und zehn Rebounds in seiner Playoff-Karriere auflegen kann - und man ist nicht dominant“, meinte Nowitzki. „Ich denke nicht, dass man in 18 Jahren bis auf Platz sechs in der Scorer-Liste kommen kann, ohne zumindest ein wenig dominant gewesen zu sein.“

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