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Ärger in Amerika : NBA-Spielern droht Strafe im Hymnen-Streit

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Präsident Trump forderte mit obszönen Worten das Stehen von Sportlern bei der Nationalhymne. Bild: AP

In der Kontroverse um das Verhalten von Sportlern beim Abspielen der Nationalhymne stellt sich die Basketball-Liga auf die Seite von Donald Trump. Die Proteste gefallen auch der Mehrheit der Amerikaner nicht.

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          Wie in diversen nordamerikanischen Sportligen birgt das Verhalten bei der amerikanischen Hymne auch in der Basketball-Profiliga NBA Zündstoff. Wie die Liga am Freitagabend (Ortszeit) in einem Memo an alle 30 Teams bekräftigte, müssen laut bestehenden Regularien alle Spieler während der Nationalhymne vor dem Spiel stehen. Bei Fehlverhalten behalte sich die Liga vor, die entsprechenden Profis zu bestrafen. In dem Memo des stellvertretenden NBA-Direktors Mark Tatum hieß es, „die Liga werde über mögliche Maßnahmen entscheiden, sollte ein Spieler oder Trainer nicht zur Hymne aufstehen“.

          Einzelne Teams hätten „nicht die Entscheidungsfreiheit, diese Regel zu brechen“. Schon seit einiger Zeit gehen Sportprofis aus Protest gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten bei der Hymne auf die Knie. Zudem liegen die Superstars Stephen Curry von Champion Golden State Warriors und LeBron James von Vizemeister Cleveland Cavaliers mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump im Clinch. Curry hatte angekündigt, nicht zum traditionellen Empfang im Weißen Haus zu erscheinen. James bezeichnete Trump sogar als „Penner“.

          Die anhaltenden Proteste der Teams der Football-Profiliga NFL gegen Rassendiskriminierung und auch die Reaktionen und Äußerungen von Trump kommen bei der Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung nicht gut an. Dies geht aus einer Umfrage des TV-Senders CBS hervor. 52 Prozent der Befragten bewerteten die Proteste der Teams als unangebracht, 48 Prozent stimmten auch mit Trumps Sichtweisen nicht überein. In der NFL wird schon seit längerer Zeit gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt protestiert. Nach den Angriffen von Trump, der unter anderem gefordert hatte, Protestler rauszuwerfen, nahmen die Aktionen zu. Zuletzt hatten auch die rivalisierenden Green Bay Packers und Chicago Bears ein gemeinsames Zeichen gegen Rassendiskriminierung gesetzt. Beim Abspielen der Nationalhymne stellten sich alle Profis, Trainer und die übrigen Mitarbeiter beider Teams Arm in Arm an der Seitenlinie auf.

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