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NBA-Sieg berauscht Kanada : „Diese Nacht gehört Toronto“

  • -Aktualisiert am

Ein perfekt geschmiedetes Kollektiv: Die Toronto Raptors um Star-Spieler Kawhi Leonard präsentieren ihre Beute. Bild: AFP

Die Toronto Raptors holen erstmals den NBA-Titel und entfachen in ganz Kanada große Basketball-Begeisterung – doch die wird womöglich nicht lange anhalten.

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          Um eine Mannschaft aufzubauen, die das Zeug hat, es in der besten Basketballliga der Welt bis ganz nach oben zu schaffen, gibt es im Grunde nur zwei Strategien. Die eine Methode verlangt Geduld und langen Atem sowie einen Blick für junge Spieler mit Potential. Bei ihr konzentriert sich ein Klub auf die jährliche Draft und sammelt nach und nach die passenden Versatzstücke ein. Die andere funktioniert nach dem Muster eines Basars. Egal ob Superstar oder Rollenspieler: Die wichtigen Akteure werden auf dem Markt der herumvagabundierenden verfügbaren Spieler eingekauft oder – noch häufiger – im Rahmen von den für den amerikanischen Mannschaftssport typischen Tauschgeschäften einverleibt.

          Auf dem ersten Weg entstanden in der National Basketball Association (NBA) zuletzt gleich zwei sehr solide Meistermannschaften: die San Antonio Spurs und die Golden State Warriors, die in den vergangenen vier Jahren dreimal den Titel gewannen und auch in dieser Saison als Favorit galten. Doch geschenkt gibt es in der Liga nichts. Schon gar nicht, wenn man in der Finalserie auf ein perfekt geschmiedetes Kollektiv aus zusammengesuchten Spitzenprofis trifft. Also eine Mannschaft wie die Toronto Raptors. Das Resultat: Die Raptors, der einzige kanadische Klub in der NBA, wurden am Donnerstag mit einem 114:110-Sieg gegen die Golden State Warriors im sechsten Spiel der Best-of-Seven-Serie zum ersten Mal in ihrer Geschichte NBA-Champion.

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