https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/nba-robert-sarver-will-phoenix-suns-nach-vorwuerfen-verkaufen-18334532.html

Rassismus und Sexismus : NBA-Teambesitzer reagiert auf schwere Vorwürfe

  • Aktualisiert am

Robert Sarver, Eigentümer der Phoenix Suns und der Phoenix Mercury, bietet seine Klubs zum Verkauf an. Bild: AP

Weil Robert Sarver Mitarbeiter jahrelang rassistisch und sexistisch beleidigt haben soll, belegte die NBA den Eigentümer der Phoenix Suns mit einer Sperre und hohen Geldstrafe. Nun will er das Team verkaufen.

          1 Min.

          Eigentümer Robert Sarver hat am Mittwoch den Verkauf der Phoenix Suns und Phoenix Mercury angekündigt. Dieser Schritt erfolgt nur acht Tage, nachdem er von der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA für ein Jahr gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen US-Dollar belegt wurde. Sarver soll über Jahre rassistische und sexistische Kommentare abgegeben sowie Mitarbeiter des Basketball-Teams unprofessionell behandelt haben.

          Diese Bestrafung empfanden viele Spieler in der Liga als zu mild. Auch NBA-Superstar LeBron James beschwerte sich öffentlich. Der Verkauf sei „die beste Lösung“, obwohl er ursprünglich gehofft hatte, die Kontrolle über die Franchises behalten zu können.

          Gründe für Verkauf

          „Aber in unserem derzeitigen unversöhnlichen Klima ist es schmerzlich klar geworden, dass dies nicht mehr möglich ist – dass alles Gute, das ich getan habe oder noch tun könnte, durch Dinge, die ich in der Vergangenheit gesagt habe, aufgewogen wird“, schrieb Sarver in einer Erklärung. „Aus diesen Gründen beginne ich mit der Suche nach Käufern für die Suns und Mercury.“

          Sarver kaufte die Teams der NBA (Suns) und der Frauen-Profi-Liga WNBA (Mercury) im Juli 2004 für rund 400 Millionen Dollar (aktuell etwa 405 Millionen Euro) . Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ schätzte den Wert der Suns kürzlich auf 1,8 Milliarden US-Dollar (1,82 Milliarden Euro).

          NBA-Boss Adam Silver hatte die Strafe für Sarver am vergangenen Dienstag als hart, aber angemessen bezeichnet und darauf verwiesen, dass er mehr wisse über die Ergebnisse der Untersuchung als die breite Öffentlichkeit. Zudem betonte er, dass es in den USA verfassungsrechtlich hohe Hürden dafür gebe, jemandem Eigentum zu nehmen – und Sarver sei nun mal kein Angestellter oder Geschäftsführer.

          Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Phoenix Suns, Jahm Najafi, hat am vergangenen Donnerstag Sarver zum Rücktritt aufgefordert. Nun reagierte dieser mit der Verkaufsankündigung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ausnahmsweise ohne Buch in der Hand: Buschmann im Sommer bei der Kabinettsklausur in Meseberg

          Die zwei Justizminister : Wer ist Marco Buschmann?

          Fußnoten-Liebhaber und Musikproduzent: Justizminister Buschmann pflegt eine widersprüchliche Selbstinszenierung. Wenn es um seine Überzeugungen geht, ist vom braven Aktenmenschen aber nicht mehr viel übrig. Dann kämpft er hart.
          Französischer Doppeldecker über einer Industrieanlage im Ruhrgebiet: Die Besetzung wegen ausstehender Reparationszahlungen an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs begann im Januar 1923 und dauerte bis 1925.

          Das Jahr 1923 : Das Weimarer Doppelgesicht

          Ruhrbesetzung, Hitler-Putsch, linke Umsturzpläne, nationalkonservative Attacken, Hyperinflation: Die Weimarer Republik überstand 1923 einige Gefahren. Fünf neue Bücher widmen sich diesem Jahr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.