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NBA-Playoffs : Die Spurs sind voll in der Spur

  • Aktualisiert am

Hände weg: Spurs-Center Tim Duncan hat im vierten Finalspiel gegen die Miami Heat alles im Griff. Bild: AFP

Die San Antonio Spurs ist nur noch einen Sieg vom Gewinn der NBA-Meisterschaft entfernt. Im vierten Spiel der Finalserie deklassiert das Team um Center Tim Duncan Miami 107:86.

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          Die San Antonio Spurs haben es bereits am Sonntag in der Hand, vorzeitig den fünften Titel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) zu gewinnen. Nach dem berauschenden 107:86 am Donnerstag bei den Miami Heat liegen die Texaner in der „Best-of-seven“-Finalserie 3:1 in Führung.

          „Das ist eine fantastische Ausgangslage für uns“, sagte Spurs-Star Tim Duncan. „Aber Miami ist der Champion und wird eine Menge Feuer und Energie im nächsten Spiel zeigen. Wir wollen aber unseren Heimvorteil nutzen, werden genauso fokussiert wie in den letzten beiden Spielen agieren und hoffentlich die Serie daheim beenden.“

          Prekäre Lage: Superstar LeBron James und die Miami Heat sind schwer in Bedrängnis geraten.
          Prekäre Lage: Superstar LeBron James und die Miami Heat sind schwer in Bedrängnis geraten. : Bild: AFP

          Der 38 Jahre alte Duncan knackte in Miami gleich zwei Rekorde. Mit 8869 Playoff-Minuten überholte der Center den bisherigen Spitzenreiter Kareem Abdul-Jabbar. Und mit seinem 158. Playoff-Double-Double (10 Punkte, 11 Rebounds) überflügelte er Magic Johnson und ist nun alleiniger Rekordhalter. „Wenn wir unser anderes großes Ziel erreicht haben, kann ich zurückblicken und sagen: Das ist wirklich eine Ehre“, sagte der eher introvertiert auftretende Spurs-Profi. Und die Chancen dafür stehen gut: Noch nie hat ein Team eine 3:1-Führung noch aus der Hand gegeben.

          Von Beginn an dominierte in Miami das Team aus San Antonio. Die Heat um Superstar LeBron James kamen überhaupt nicht zur Entfaltung, die aggressive Verteidigung der Texaner hielten sie wie schon im dritten Spiel auf Abstand. Stärkster Spieler bei San Antonio war Boris Diaw. Der Franzose verteilte klug die Bälle und fand immer eine passende Lösung. Kawhi Leonard bestätigte seine herausragende Leistung vom Dienstag mit 20 Punkten und 14 Rebounds, Tony Parker kam auf 19 Zähler.

          Ausgedribbelt? Für Dwyane Wade und Miami wird es jedenfalls eng in der NBA-Finalserie.
          Ausgedribbelt? Für Dwyane Wade und Miami wird es jedenfalls eng in der NBA-Finalserie. : Bild: AFP

          „Ich bin glücklich, dass wir hier in Miami so gespielt haben, wie wir es getan haben. Jetzt müssen wir nach Hause fahren und genauso oder besser spielen“, sagte Spurs-Trainer Gregg Popovich. Sein Gegenüber war dagegen etwas ratlos. „Sie haben großartig gespielt, und ich muss ehrlich sagen, dass dies keiner von uns erwartet hat“, sagte Miamis Coach Erik Spoelstra. Ähnlich erging es seinem Top-Star. „Sie haben uns zerstört“, sagte LeBron James. „In beiden Heimspielen haben wir einen fürchterlichen Start erwischt. Sie kamen rein und waren viel besser als wir in den letzten beiden Spielen. So einfach ist das. Wir haben uns in eine Situation gebracht, wo es darum geht, Geschichte zu schreiben.“ Die 28 Punkte des 29 Jahre alten James waren diesmal nicht genug.

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