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NBA : Nowitzki führt Dallas zum zweiten Sieg

  • Aktualisiert am

Nowitzki im Zweikampf mit Pau Gasol Bild: REUTERS

Das erste Spiel ein Krimi, der zweite Sieg ein Spaziergang: Dank einer überragenden Defensivleistung führen die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki in den NBA-Playoffs 2:0 gegen Meister Los Angeles Lakers.

          Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks sind nur noch zwei Siege vom Überraschungscoup gegen die Los Angeles Lakers entfernt. Zwei Tage nach dem 96:94 zum Auftakt im Playoff-Viertelfinale setzten sich die Texaner mit einem überlegenen 93:81 auch am Mittwochabend (Ortszeit) beim Titelverteidiger durch. Damit kann Dallas bereits in den beiden Heimspielen am Freitag und Sonntag den ersten Einzug in die Vorschlussrunde seit fünf Jahren perfekt machen. Mit 24 Punkten und sieben Rebounds war Nowitzki erneut der überragende Akteur auf dem Parkett.

          Zudem sorgte Dallas mit einer kompakten Defensivleistung dafür, dass die Lakers einer Statistik des Fernsehsenders „TNT“ zufolge erstmals seit 1977 ihre ersten zwei Partien einer Playoffserie vor eigenem Publikum verloren. „Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass wir beide Spiele gewinnen würden, wäre das nur schwer zu glauben gewesen“, sagte ein glücklicher Nowitzki. „Aber ich denke, dass wir es verdient haben.“

          Erst dreimal hat es ein Team in der NBA-Geschichte geschafft, ein 0:2 nach zwei Heimniederlagen noch zu drehen. Die Lakers-Fans schickten ihr Team mit Buhrufen aus der Halle. Mit insgesamt nur zwei Treffern bei 20 Versuchen von der Dreierlinie enttäuschten vor allem die Distanzschützen der Kalifornier. Auch Superstar Kobe Bryant (23 Zähler) konnte nicht verhindern, dass Los Angeles nach der Pause nur 32 Punkte erzielte und dem Rückstand hoffnungslos hinterherlief. „Es war eine ganz schwache zweite Halbzeit auf unserer Seite“, meinte Lakers-Coach Phil Jackson.

          Die Playoffs laufen für Nowitzki besser als erwartet

          Frustriert von der Lehrstunde ließ sich Flügelspieler Ron Artest zu einem üblen Foul gegen J.J. Barea hinreißen und wurde für seine sonst nur beim Wrestling übliche Attacke kurz vor Spielende vom Feld geschickt. „Das ist kein Basketball-Spielzug. Wir werden sehen, was passiert“, sagte Barea zu einer möglichen Sperre von Artest. Diese forderte auch der frühere Star und heutige Fernsehexperte Charles Barkley, der die Serie bereits für entschieden hält: „Die Lakers sind fertig, sie haben keine Chance, Dirk Nowitzki zu verteidigen. Die Mavericks sind das bessere Team.“ Doch noch wollen die Lakers das Unternehmen erfolgreiche Titelverteidigung nicht abschreiben. „Wir müssen entspannen und uns darauf fokussieren, was wir falsch gemacht haben“, forderte Bryant. Und auch die „Mavs“-Geschichte lässt Los Angeles hoffen. Trotz eines 2:0 nach zwei Heimsiegen mussten sich die Texaner in den Finals 2006 noch mit 2:4 den Miami Heat geschlagen geben.

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