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Basketball in Disney World : Ein bisschen wie die „Truman Show“

  • -Aktualisiert am

Bald fliegen die NBA-Stars wie Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks wieder über das Parkett. Bild: AP

In der synthetischen Disney-Welt von Orlando bereiten sich derzeit die Basketballprofis auf den Start der NBA-Saison vor. Drei Teams gelten als klare Favoriten. Doch da ist noch ein anderes wichtiges Thema.

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          Wenn eine Liga ihren Betrieb einstellt und niemand weiß, wie lange die Pause dauert, kommt man als Sportler schon mal aus dem Tritt. Die gewohnte Routine fehlt. Stattdessen bestimmt auf einmal eine seltsame Monotonie jeden Tag. Für Maxi Kleber, 28 Jahre alt, seit 2017 wohnhaft in Dallas und beim NBA-Team der Mavericks unter Vertrag, bestand das Leben plötzlich nur noch aus zwei Highlights: aus einem Trainingsprogramm, um seinen 2,07 Meter großen Athletenkörper fit zu halten. Und aus der Beschäftigung mit seiner E-Gitarre, auf der er Begleitakkorde zu Rock-Balladen übte.

          Das Coronavirus hatte nach den ersten Infektionsfällen im März die NBA-Verantwortlichen genötigt, die Liga kurz vor Beginn der Play-offs komplett auf Eis zu legen. Damals wurde Kleber zum ersten Mal so richtig bewusst, wie sehr ihm seine Mannschaftskollegen fehlen. „Das macht unseren Job doch erst zu einem richtigen Vergnügen, dass du da auf Leute triffst, mit denen du gerne zusammenarbeitest“, sagte er im Mai in einem Gespräch mit dem Basketball-Podcast „77 Minutes in Heaven“. „Allein mit dir selbst zu sein, das ist auf Dauer einfach langweilig.“

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