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NBA-Finals : Lakers dominieren Miami Heat

  • Aktualisiert am

Ein starkes Team: LeBron James (links) und Anthony Davis Bild: AFP

Die Los Angeles Lakers sind als Favoriten in die Finalserie gegen die Miami Heat gegangen – einen so deutlichen Sieg wie zum Start hatten aber wohl nur die wenigsten erwartet. LeBron James will nun auf keinen Fall nachlassen.

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          Die Los Angeles Lakers sind ihrer Favoritenrolle in den Finalspielen um die Meisterschaft der NBA zum Start voll gerecht geworden. Mit zwischenzeitlich 32 Punkten Vorsprung und am Ende einem deutlichen 116:98 gegen die Miami Heat hat das Team um seinen Star LeBron James den ersten von vier notwendigen Siegen in der Tasche. „Der Job ist noch nicht erledigt. Wir sind noch nicht zufrieden. Wir haben erst ein Spiel gewonnen. So einfach ist das“, sagte James, der schon zum zehnten Mal in seiner Karriere um die Meisterschaft spielt. Beobachtungen vom Auftakt der Finalserie in der stärksten Basketball-Liga der Welt.

          Dominanz: Die Lakers konnten zum Start fast machen, was sie wollten – es klappte. Ob Dreier, Rebounds unter dem eigenen Korb, Rebounds in der Offensive, geklaute Bälle - überall war die Mannschaft aus Los Angeles dem Team aus Miami überlegen. Nach den 13 Punkten Rückstand früh im ersten Viertel konterten die Lakers mit einem 19:3-Lauf und bauten den Vorsprung bis zur Halbzeit schon auf 18 Punkte aus. „Die sind heiß raus gekommen, wir waren kalt. Wir mussten zulegen an beiden Enden des Spielfelds. So können wir nicht anfangen in Spiel zwei“, mahnte Davis dennoch.

          Schlüsselspieler: Die Lakers vertrauen vor allem auf LeBron James und Anthony Davis – beide Stars lieferten zum Start. Nur zwei NBA-Spieler holten im ersten Final-Spiel ihrer Karriere mehr Punkte als Davis mit seinen 34 Zählern am Mittwochabend (Ortszeit), James fehlte eine Vorlage zu einem Triple-Double (25 Punkt, 13 Rebounds, 9 Vorlagen). „Das habe ich von ihm erwartet“, sagte James über Davis’ starke Vorstellung.

          Miami dagegen verlor erst Goran Dragic in der Halbzeit mit einer Fußverletzung und dann Bam Adebayo im dritten Viertel mit einer Schulterverletzung. Jimmy Butler knickte vor der Halbzeit um und kam am Ende auf 23 Punkte. Duncan Robinson, bislang eine verlässliche Größe, traf in 27 Minuten auf dem Feld gar nicht.

          Dreier: Würfe von außerhalb der Dreipunktelinie sind normalerweise nicht das Mittel der Wahl für die Lakers. Von den 22 Mannschaften, die in der Blase in Florida mal dabei waren, war nur ein Team in dieser Kategorie schlechter als der 16-malige Meister. Doch am Donnerstag gab es 15 verwandelte Dreier, neun der ersten elf Versuche waren erfolgreich. Insgesamt trafen neun Profis für drei Punkte. Fast 40 Prozent der Dreier klappten, die Heat dagegen kamen nur auf 31,4 Prozent.

          Fans: Der frühere amerikanische Präsident Barack Obama, die Lakers-Legenden Shaquille O’Neal und Kareem Abdul-Jabbar sowie Deutschlands Basketball-Größe Dirk Nowitzki verfolgten den Start in die Serie allesamt als virtuelle Fans. Sie waren in der Halle mit den weiteren Anhängern der beiden Teams auf den großen Videoleinwänden zu sehen – Obama und O’Neal saßen zumindest virtuell in der ersten Reihe nebeneinander. Wegen der Corona-Pandemie sind keine Fans in der Halle erlaubt, lediglich ein paar Familienmitglieder und Gäste der Spieler sind vor Ort.

          Fahrplan: Spiel zwei der Serie ist in der Nacht zu Samstag (03.00 Uhr MESZ). Eine Entscheidung fallen kann frühestens in der Nacht zum kommenden Mittwoch (03.00 Uhr MESZ).

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          Die Chefetage der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA hofft auf die Rückkehr der Zuschauer in die Hallen der Klubs ab der kommenden Saison. Wann die Spielzeit starten soll, ist aber weiter offen. Derzeit läuft in der „Blase“ in Orlando die Finalserie der aktuellen Saison zwischen den Los Angeles Lakers und den Miami Heat (1:0).

          „Ich hoffe, dass wir nicht zu einer Bubble zurückkehren müssen, obwohl wir auch diese Möglichkeit weiter in Betracht ziehen müssen“, sagte NBA-Commissioner Adam Silver vor dem Auftakt in die Finalserie: „Es besteht absolut die Chance, dass es zur neuen Saison einen Corona-Impfstoff geben wird. Ich habe deshalb die Hoffnung, dass wir Spiele mit Fans möglich machen können.“

          Mit Blick auf den Saisonstart sieht Silver Weihnachten als den frühestmöglichen Termin. „Wahrscheinlicher ist aber Januar“, sagte der NBA-Boss. Normalerweise beginnt die Spielzeit im Herbst. (sid)

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