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NBA-Finale : Spurs geben Titel aus der Hand

  • Aktualisiert am

Harter Kampf: Miami Heat mit Superstar LeBron James (r.) rettet sich in Spiel sieben Bild: AFP

Miami Heat darf wieder auf die Titelverteidigung hoffen: Die San Antonio Spurs sahen schon wie der sichere Sieger aus. Doch Miami rettet sich fünf Sekunden vor Schluss rettet durch einen Dreipunktewurf in die Verlängerung.

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          Der Schock über das verpasste Happy End im Thriller um den NBA-Titel saß bei den San Antonio Spurs tief. „Wir waren ein paar Sekunden davon entfernt, die Meisterschaft zu gewinnen und haben es einfach hergegeben“, stellte der Argentinier Manu Ginobili frustriert fest. Fünf Sekunden vor Schluss hatte Ray Allen die Miami Heat mit einem Verzweiflungswurf in die Verlängerung gerettet, wo der noch amtierende Champion mit dem 103:100 das entscheidende siebte Spiel erzwang und die Spurs aus allen Titelträumen riss. „Wir waren in einer tollen Position. Wir haben ihnen einfach noch eine Chance gegeben. Das war ein schwerer Moment“, meinte Ginobili.

          Die Titelentscheidung fällt damit am Donnerstag (Ortszeit) in der mit knapp 20.000 Zuschauern ausverkauften American Airlines Arena von Miami. Der Titelverteidiger aus Florida ist nach dem Last-Minute-Sieg psychologisch im Vorteil. Für Miami spricht auch, dass seit 1985 noch kein NBA-Team ein siebtes Finale auswärts gewinnen konnte. Die enttäuschten Spurs aus San Antonio schöpfen Hoffnung aus der Tatsache, dass es nur drei Teams schafften, die letzten beiden Heimspiele einer Finalserie zu gewinnen.

          Die Heat konnten ihr Glück kaum fassen und feierten überschwänglich. „Unsere Jungs wollen keine Spiele, die nicht bedeutend sind. Wir schauen nach Spielen, die bedeutend sind und es gibt nichts, was größer ist als Spiel sieben“, tönte Chefcoach Erik Spoelstra nach dem Krimi.

          James ohne Stirnband

          Superstar LeBron James war erst im Schlussviertel so richtig in Fahrt gekommen. 18 seiner 32 Punkte warf der wertvollste Spieler der Saison in den letzten Minuten und der Verlängerung, zudem holte er noch zehn Rebounds und elf Assists. Dass der 2,03-Meter-Riese während des Spiels sein Stirnband verlor, schien ihn zu beflügeln. „Da war mit klar: Wenn wir schon untergehen müssen, würde ich mein letztes bisschen Energie auf dem Feld lassen“, sagte der 28-Jährige.

          30 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit lag Miami noch mit fünf Punkten im Rückstand, riss die Partie dann aber aus dem Feuer. „Das war mit Abstand das beste Spiel, an dem ich je teilgenommen habe. Die Aufs und Abs, die Achterbahnfahrt, die Emotionen das ganze Spiel über. Ein Teil von so etwas zu sein ist das, was du nie wieder zurückhaben kannst, wenn du einmal mit dem Spielen aufgehört hast“, meinte James mit viel Pathos.

          Auch ohne Stirnband stark: LeBron James (l.)
          Auch ohne Stirnband stark: LeBron James (l.) : Bild: AFP

          Im Trikot der Spurs war Tim Duncan der Mann der ersten Halbzeit. Elf seiner 13 Würfe landeten im Korb. 30 Punkte und 17 Rebounds sammelte der Texaner, am Ende nicht genug für den vierten Sieg im sechsten Finale. Eine bessere Leistung von Ginobili hätte San Antonio schon reichen können. Im Spielaufbau versagten dem 35-Jährigen allzu oft die Nerven. „Ich weiß nicht, was im Schlussviertel und in der Verlängerung los war. Unsere Würfe gingen einfach nicht rein. Das ist eine riesengroße Enttäuschung“, ärgerte sich Duncan. Sein Mitspieler Tony Parker blickte nach vorn. „Jetzt haben wir keine Wahl. Wir müssen zurückkommen und die zweite Chance nutzen.“

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