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NBA-Draft : Los Angeles Lakers wählen Wagner

  • -Aktualisiert am

„Die Lakers lieben es, schnell zu spielen. Und das ist etwas, auf das ich mich wahnsinnig freue“: Moritz Wagner. Bild: USA TODAY Sports

Als Jugendlicher stand Moritz Wagner nachts auf, um im Fernsehen Deutschlands Basketball-Star Dirk Nowitzki in der NBA zu bewundern. Nun könnte auch der 21-Jährige bald in der besten Basketball-Liga spielen.

          Die Entourage, die ihn nach New York begleitet hatte, war beachtlich. Zu ihr gehörten seine Eltern, sein Bruder und fünf Freunde allein aus Deutschland. Mitgekommen waren auch ein paar Kumpels aus der Studentenzeit. Es waren aber auch jede Menge Fans da. Denn kaum hatte NBA-Commissioner Adam Silver auf dem Podium im Barclays Center den Namen Wagner ausgesprochen, toste Beifall auf. Die Los Angeles Lakers hatten sich als 25. in der NBA-Nachwuchs-Draft für den Berliner Moritz Wagner entschieden. Das galt es zu bejubeln.

          Als Wagner auf die Bühne trat, um dem Chef der besten Basketballliga der Welt die Hand zu schütteln, präsentierte er auch gleich gewisse Informationen: Er öffnete sein Sakko und gab den Blick aufs Innenfutter frei, in das er zwei Embleme hatte einnähen lassen. Rechts: das Logo der University of Michigan und die alte Rückennummer 13. Links: das von Alba Berlin mit der Nummer 21. Der 21-Jährige weiß, dass er auf seinem Werdegang sehr viel Unterstützung genossen hat. Isaac Bonga von Skyliners in Frankfurt wurde nur wenig später von den Philadelphia 76ers an der insgesamt 39. Stelle ausgewählt.

          Der nächste Stopp von Wagner: eines der prestigeträchtigsten und erfolgreichsten Teams der NBA. Mit ihm sind Namen wie Wilt Chamberlain und Kareem Abdul-Jabbar, Shaquille O’Neal und Kobe Bryant verbunden. Und natürlich auch der des Ballzauberers Magic Johnson, der seit dem vergangenen Jahr als Berater ein gewichtiges Wort mitredet und Wagner nach dem ersten Probetraining vor ein paar Wochen als wichtiges Bindeglied für die junge Mannschaft eingestuft hatte. Die befindet sich nach einem Leistungsloch wieder auf dem Weg nach oben und sucht Spieler, die über „einen hohen Basketball-IQ verfügen“, wie Chefmanager Rob Pelinka betonte.

          Und die groß gewachsen und treffsicher sind. Der 2,11 Meter große Wagner bietet das alles und noch ein bisschen mehr. Den X-Faktor, auf den man bei den Lakers ebenfalls Wert legt. Seine Ausstrahlung sowie die Energie, Mitspieler mitzureißen, wie im März bei den College-Meisterschaften zu sehen war, können ansteckend wirken. Die Entlohnung dafür ist ein erster Profivertrag, dotiert mit rund zwei Millionen Dollar pro Jahr.

          Auch in Dallas, wo der 40 Jahre alte Dirk Nowitzki noch ein Jahr dranhängen will, befindet man sich auf der Suche nach Typen für einen Neuanfang. Der Klub scheint am Donnerstag bei der Draft seinen Wunschkandidaten gefunden zu haben: den Slowenen Luka Dončić. Bei Real Madrid wurde das Ausnahmetalent in der soeben abgelaufenen Saison nicht nur spanischer Meister. Man wählte den Neunzehnjährigen zum wertvollsten Spieler der Liga. Um sich ihn allerdings bei der Draft sichern zu können, bei der Teams in einer festgelegten Reihenfolge Zugriff auf den Pool der Aspiranten haben, mussten sich die Mavericks etwas einfallen lassen.

          Sie einigten sich mit den Atlanta Hawks auf einen Tausch, der im Gegenzug den 19-jährigen Aufbauspieler Trae Young zum Schröder-Team brachte. Das Gegengeschäft deutete an, dass die Klubführung mittelfristig kein Interesse daran hat, Dennis Schröder zu behalten. Der Braunschweiger Spielgestalter deutete schon vor Wochen an, dass er – obwohl längerfristig gebunden – am liebsten woanders spielen würde. Zum Beispiel bei den Milwaukee Bucks, wo sein ehemaliger Trainer Mike Budenholzer angeheuert hat.

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