https://www.faz.net/-gtl-zgld

NBA-Draft : Benzing muss weiter warten

  • Aktualisiert am

Große Enttäuschung: Für Robin Benzing hat sich noch kein Platz in der NBA gefunden Bild: dpa

Robin Benzing muss neue Pläne schmieden: Der Basketballspieler wollte eigentlich in der kommdenden Saison in der NBA antreten - doch daraus wird nichts. Kein Klub zeigte Interesse. Den größten Fang beim Draft machten wohl die Cleveland Cavaliers.

          2 Min.

          Dirk Nowitzki muss weiter auf einen Landsmann in der NBA warten. Beim Draft am Donnerstag zeigte keiner der 30 Klubs Interesse an einer Verpflichtung von Nationalspieler Robin Benzing, der als einziger Deutscher an der großen Talentshow der besten Basketball-Liga der Welt teilgenommen hatte.

          Auch Deutschlands Center-Hoffnung Tibor Pleiß, seit dem vergangenen Jahr für drei Spielzeiten im Besitz der Oklahoma City Thunder, wird in der kommenden Saison nicht in die nordamerikanische Profiliga wechseln. Der 21-Jährige geht stattdessen ein weiteres Jahr für den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg auf Korbjagd. „Ich denke, das ist für meine Entwicklung genau der richtige Schritt, denn ich weiß, dass hier für mich optimale Rahmenbedingungen herrschen und ich Spielzeit bekomme“, sagte Pleiß, 2010 von den New Jersey Nets an Nummer 31 gedraftet und dann an Oklahoma weitergereicht.

          Benzing wird nun ebenfalls weiter in Europa an seiner Karriere feilen. „Robin ist natürlich schon ein bisschen enttäuscht“, sagte dessen Berater Jan Rohdewald. „Es war eigentlich alles soweit eingetütet, dass er Mitte der zweiten Runde gedraftet wird. Doch dann hat der entsprechende Kub sein Zugriffsrecht wenige Minuten vorher weiterverkauft, womit der Deal geplatzt war“, erklärte Rohdewald. Um welchen Verein es sich handelte, wollte er nicht sagen. Benzing, dessen Vertrag in Ulm ausgelaufen ist, liegen nun Angebote aus Spanien und der Bundesliga vor.

          Große Erfahrung: Der Spanier Rudy Fernandez soll Dallas verstärken (Foto: Nach dem WM-Titel 2006 in Japan)
          Große Erfahrung: Der Spanier Rudy Fernandez soll Dallas verstärken (Foto: Nach dem WM-Titel 2006 in Japan) : Bild: REUTERS

          Fernandez zu den Mavs, Irving nach Cleveland

          Nowitzki, neben dem nur noch der 2008 eingebürgerte Chris Kaman (Los Angeles Clippers) die deutschen Farben in der NBA vertritt, erhält beim Unternehmen Titelverteidigung stattdessen Unterstützung aus Spanien. In einem Drei-Team-Deal mit den Denver Nuggets und den Portland Trail Blazers gaben die Dallas Mavericks ihre beiden gedrafteten Akteure Jordan Hamilton und Targuy Ngombo gleich wieder ab und bekamen dafür den 26 Jahre alten Spanier Rudy Fernandez aus Portland.

          „Wir sind in einem Championship-Modus, in dem wir weitere Titel holen wollen. Fernandez kann uns im Gegensatz zu einem jungen Spieler sofort weiterhelfen“, begründete Dallas' General Manager Donnie Nelson die Vorgehensweise des Meisters, der sich zudem noch die Rechte am Finnen Petteri Koponen sicherte. Fernandez, mit Spanien 2006 Welt- und 2009 Europameister, zeigte sich begeistert. „Ich bin so glücklich, zum besten Team der NBA zu gehen!!! Dallas!!!“, twitterte der Guard, der bislang 218 NBA-Spiele für Portland bestritt.

          Star des Abends im Prudential Center von Newark war Kyrie Irving, der an Nummer eins von den Cleveland Cavaliers gedraftet wurde und damit in die großen Fußstapfen von LeBron James treten wird. James war 2003 von den „Cavs“ als Erster verpflichtet worden. „Ich will kein zweiter LeBron werden. Ich bin und bleibe Kyrie Irving und werde als solcher versuchen, den Cavaliers so gut wie möglich zu helfen“, sagte der 19 Jahre alte Point Guard von der Duke University.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fertigungsstrecke von Geely in der chinesischen 6-Millionen-Einwohner-Metropole Ningbo.

          Autos aus Fernost : Chinas Einheitsfront gegen VW und Tesla

          Wie von Peking gewünscht, knüpft Milliardär Li Shufu ein Netzwerk mit chinesischen Technologiegiganten, um das Auto der Zukunft zu bauen. Auch Daimler darf helfen beim Projekt Welteroberung.
          Demonstranten auf dem Puschkin-Platz in Moskau am Samstag

          Demonstrationen für Nawalnyj : „Putin ist ein Dieb!“

          Zehntausende Menschen protestieren am Samstag gegen den russischen Staatspräsidenten und für die Freilassung Alexej Nawalnyjs. Die Staatsmacht geht hart gegen die friedlichen Demonstranten vor.
          Die Maske als Modeaccessoire

          Maßnahmen gegen Corona : Das Problem mit dem Lockdown

          In Museen, Friseursalons oder Fußballstadien steckt sich kaum jemand mit Corona an. Trotzdem bleibt alles zu. Was haben die Ministerpräsidenten gegen gezielte Maßnahmen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.