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Dirk Nowitzki : „20 Jahre klingen richtig klasse“

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„„Vielleicht könnte ich noch für ein weiteres Jahr unterschreiben“: Dirk Nowitzki. Bild: AFP

Bis 2017 läuft der Vertrag von Dirk Nowitzki in Dallas. Doch dann muss für den 37 Jahre alten NBA-Star nicht Schluss sein. In einem Interview macht er den Fans Hoffnung – trotz der Krise der Mavericks.

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          Dirk Nowitzki kann sich vorstellen, noch ein weiteres Jahr an seinen 2017 endenden Vertrag in der NBA dranzuhängen. „Wenn ich ehrlich bin, klingen 20 Jahre richtig klasse“, sagte der Basketball-Star von den Dallas Mavericks in einem ESPN-Interview. Dieses Jahr fühle er sich gut, und es mache ihm eben weiterhin viel Spaß, zu spielen. „Vielleicht könnte ich noch für ein weiteres Jahr unterschreiben. Aber wir müssen jetzt erstmal abwarten.“

          Schon am Rande der Partie in Oakland hatte Nowitzki jüngst abermals bestätigt, dass er seinen Vertrag auch in der kommenden Saison erfüllen will. „Ich habe die Möglichkeit, auszusteigen. Aber das ist nicht wirklich der Plan“, erklärte der 37-Jährige. „Ich habe immer gesagt, dass ich die drei Jahre meines Vertrags erfüllen will und nach diesen drei Jahren überprüfen werde, wie es meinem Körper geht.“

          Neun Spiele vor dem Ende seiner 18. regulären Saison mit den Mavericks droht das Team von Nowitzki die Playoffs zu verpassen. Doch die sportliche Talfahrt scheint ihn nicht abzuschrecken. Letztlich will er die Entscheidung mit seiner Familie und Mentor Holger Geschwindner abwägen. Der Würzburger wolle aber nicht noch weiterspielen, nur um in der ewigen Scorerliste der NBA von Platz sechs auf fünf (derzeit Wilt Chamberlain) zu springen. „Ich habe niemals nur für die Statistik gespielt“, sagte Nowitzki.

          Derzeit aber stecken Nowitzki und seine Mavericks stecken in der NBA in einer möglicherweise folgenschweren Krise. Am Sonntagabend (Ortszeit) verloren die Mavs mit 111:133 auch bei den Sacramento Kings und kassierten damit die dritte Niederlage in Serie. Mittlerweile ist der Meister von 2011 aus den Playoff-Plätzen der stärksten Basketball-Liga der Welt gefallen. Nach zehn Niederlagen in den vergangenen zwölf Spielen ist das Team von Trainer Rick Carlisle nur noch Tabellenneunter der Western Conference.

          Es läuft derzeit nicht bei Dirk Nowitzki (links) und die Dallas Mavericks.

          „Wir waren fast in jeder Hinsicht einen Schritt zu langsam. Vor allem in der Defensive müssen wir einfach besser werden“, haderte der deutsche Superstar. Nowitzki gelangen in Sacramento 14 Punkte und fünf Rebounds – aber selbst das war zu wenig. Bereits in der Nacht zu Samstag hatte Dallas mit 120:128 gegen NBA-Meister Golden State Warriors verloren. Die Mavericks traten dabei aus Schonungsgründen ohne Nowitzki und weitere Leistungsträger an.

          Aktuell weist die Saisonbilanz von Nowitzki und Co. 35 Siege und 38 Niederlagen aus. Ihre Hoffnung ist, dass die Konkurrenten im Playoff-Rennen nach wie vor nah beieinander liegen. Auch die Houston Rockets auf Platz acht verloren am Sonntag mit 101:104 bei den Indiana Pacers. Dallas’ Problem ist allerdings die angeschlagene Personalsituation. Chandler Parsons fällt für den Rest der Saison aus, Deron Williams ist aktuell ebenfalls verletzt.

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          „Wir stecken in einem Tief“, sagte Trainer Carlisle. „Aber wir müssen damit jetzt umgehen und uns mit den Jungs da herausarbeiten, die uns zur Verfügung stehen.“ Die Serie von vier Auswärtsspielen nacheinander endet am Montagabend (Ortszeit) in Denver. Am Mittwoch gibt es dann endlich wieder ein Heimspiel gegen die New York Knicks.

          Deutlich besser läuft es aktuell für den zweiten deutschen NBA-Star. Dennis Schröder und seine Atlanta Hawks gewannen am Osterwochenende mit 112:95 bei den Detroit Pistons. Schröder steuerte elf Punkte bei und war einer von acht Hawks-Spielern, die zweistellig punkteten. Mit 44 Siegen und 30 Niederlagen festigten die Hawks ihren dritten Platz in der Eastern Conference. Sie haben jetzt 13 ihrer vergangenen 16 Spiele gewonnen.

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