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Basketball in der NBA : Dallas deklassiert mit überragendem Nowitzki den Meister

  • Aktualisiert am

Erfolgreich auf seine alten Tage: Dirk Nowitzki Bild: USA TODAY Sports

Auf seine alten Tage in der NBA zeigt der Deutsche nochmal eine starke Leistung und fügt mit Dallas den Golden State Warriors eine krachende Niederlage zu. Eine Enttäuschung muss LeBron James verarbeiten.

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          Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat sich mit einer Saisonbestleistung von der Oracle Arena in Oakland in Kalifornien verabschiedet. Beim 126:91 seiner Dallas Mavericks bei Titelverteidiger Golden State Warriors holte Nowitzki 21 Punkte. Die Warriors ziehen nach der Saison in das Chase Center in San Francisco um. „Ich habe meine Zeit hier immer genossen, ich habe gegen einige wirklich große Spieler gespielt“, sagte Nowitzki, der in der Oracle Arena den ersten Korb seiner NBA-Karriere warf. Für die Warriors, die Superstar Stephen Curry schonten, war es die Niederlage mit der größten Punktedifferenz in der laufenden Spielzeit.

          Bester Werfer der Partie war Dallas' Luka Doncic, der mit 23 Punkten, elf Rebounds und zehn Assists ein Triple-Double erzielte. „Ich hatte die letzten paar Spiele keinen guten Wurfrhythmus“, sagte Nowitzki. „Heute habe ich früh reingefunden“, so der 40-Jährige, dem fünf Dreier gelangen. Doncic und Maxi Kleber steuerten je vier Distanzwürfe bei. Auch Kleber zeigte mit insgesamt 16 Zählern eine sehr gute Leistung.

          Eine Niederlage gab es für Nationalspieler Daniel Theis und die Boston Celtics. Das Team um Superstar Kyrie Irving unterlag bei den Charlotte Hornets mit 117:125. Für die Celtics, die als fünftes Team im Osten nach wie vor im Rennen um die Play-offs sind, war es bereits die dritte Niederlage in Folge. Theis erzielte fünf Punkte und drei Rebounds.

          LeBron James sucht derweil gerne die Herausforderung. Das machte der Basketball-Superstar im vergangenen Sommer mit seinem Wechsel innerhalb der NBA nur allzu deutlich. Der dreimalige Champion hätte zu den höher gehandelten Philadelphia 76ers oder den Houston Rockets gehen können. Doch der „King“ entschied sich für die Los Angeles Lakers. Er heuerte beim krisengeschüttelten 16maligen Champion an, um Wiederaufbauhilfe zu leisten. Experten – darunter auch der ehemalige MVP Charles Barkley – trauten den Lakers den Sprung in die Playoffs zu. Doch Barkley und Co. sollten sich täuschen.

          Nach der 106:111-Niederlage der Lakers gegen die Brooklyn Nets ist seit Freitag (Ortszeit) klar: Die Endrunde wird ohne das Team der beiden deutschen Talente Moritz Wagner und Isaac Bonga und damit zum ersten Mal seit 2005 ohne James stattfinden. „Es war für uns alle eine harte Saison“, sagte der 34-Jährige. Verletzungen und Sperren machten die Playoff-Hoffnungen zunichte. Zum sechsten Mal in Serie werden die Lakers nicht an der K.o-Runde teilnehmen – Negativrekord des Vereins.

          Dabei sah es kurz nach Weihnachten noch richtig gut aus: Los Angeles hatte gerade gegen den amtierenden Meister Golden State gewonnen und lag in der Western Conference auf Rang vier. „Niemand konnte sich vorstellen, dass wir es nicht schaffen“, gab Lakers-Forward Kyle Kuzma zu. Doch es kam anders: Ein ums andere Mal waren die Lakers nahe dran, die nötigen Siege zu holen, doch viel häufiger standen sie mit leeren Händen da. Seit Ende Februar gab es nur noch zwei Siege aus 14 Partien. „Wir waren nicht in der Lage, über 48 Minuten nachhaltig erfolgreichen Basketball zu spielen“, erklärte James.

          Bei den Lakers wird sich jetzt zeigen, ob sich James’ Spielzeit in den verbleibenden Partien reduzieren wird, um den Talenten mehr Einsatzzeit zu geben. Davon könnten auch Wagner und Bonga profitieren. „Ich werde mit dem Trainerstab sprechen, hoffentlich bin ich dann noch so oft wie möglich dabei“, sagte James. Auch die Arbeit von Trainer Luke Walton steht auf dem Prüfstand, hatte NBA-Legende und Lakers-Präsident Earvin „Magic“ Johnson doch die Devise ausgegeben: „Die Playoffs stehen über allem.“ Dieses Ziel muss nun mindestens um eine Saison verschoben werden. Aber LeBron James liebt ja die Herausforderung.

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