https://www.faz.net/-gtl-a133r

Wieder Fragen zu Neustart : Nächster Corona-Fall im Profitennis

  • Aktualisiert am

Positiv getestet: Frances Tiafoe Bild: AP

Ein weiterer positiver Corona-Test im Tennis sorgt für Verunsicherung: Ein Neustart der Tour erscheint weiterhin nicht sicher. Hinter den Kulissen wird um geplante Turniere in den Vereinigten Staaten gerungen.

          2 Min.

          Ein positiver Coronavirus-Test beim amerikanischen Profi Frances Tiafoe lässt weitere Zweifel am geplanten Neustart der weltweiten Tennis-Tour im August aufkommen. Nach Informationen des Weltranglisten-Dritten Dominic Thiem ist das erste Herren-Turnier ab dem 14. August in Washington keineswegs gesichert, auch über die Austragung der US Open wird womöglich schon bald wieder befunden. Die Vereinigten Staaten sind derzeit von einer hohen Zahl von Neuinfektionen mit dem Virus betroffen.

          Tiafoe teilte am Samstag am Rande eines Show-Events in Atlanta mit, dass bei ihm das Virus festgestellt wurde. Tags zuvor hatte er noch seinen amerikanischen Landsmann Sam Querrey besiegt. Der All-American Team Cup im Bundesstaat Georgia wurde am Wochenende dessen ungeachtet fortgesetzt und das sogar mit Zuschauern.

          Tiafoe schrieb bei Twitter, er sei noch vor einer Woche negativ getestet worden. Der 22-Jährige, der schon zu den Top 30 der Welt zählte, kündigte für den Anfang der neuen Woche einen weiteren Test an. In den vergangenen beiden Monaten hatte er in Florida trainiert.

          Im Zuge der vom Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic organisierten Adria-Tour waren im Juni vier Profis positiv getestet worden, unter ihnen Djokovic selbst. Bei den beiden Stationen in Serbien und Kroatien waren Zuschauer erlaubt, es gab keine strengen Hygienemaßnahmen, zudem sorgten Party-Bilder für Unverständnis.

          Der Österreicher Dominic Thiem war ebenso dabei wie der Hamburger Alexander Zverev. Thiem hat sich längst entschuldigt und eingeräumt, man sei zu euphorisch gewesen. In einem ORF-Interview ließ der 26-Jährige am Wochenende durchblicken, dass die Durchführung des ATP-Turniers in Washington keineswegs sicher ist. Danach sollen das von Cincinnati nach New York verlegte Masters-Turnier und ab dem 31. August die US Open an gleicher Stelle folgen.

          „Natürlich hoffe ich, dass es weitergeht, aber Sicherheit geht vor, das ist auch ganz klar“, sagte Thiem, der ab diesem Montag ein von ihm mitorganisiertes Einladungsturnier in Kitzbühel bestreitet. Man müsse sich danach richten, was die Regierungen der Austragungsländer entschieden. „Wenn die eine Gefahr sehen, dann werden sie das Turnier, vor allem so ein großes Turnier wie die US Open in New York, nicht erlauben. Ich glaube, dass in den nächsten Tagen eine Entscheidung fallen wird“, erklärte Thiem.

          Ab dem 13. Juli soll er ebenso wie Zverev und Andrea Petkovic bei zwei jeweils dreitägigen Show-Turnieren in Berlin aufschlagen. Petkovic kritisierte in der „Bild am Sonntag“ die Adria-Tour. „Sie wollten Pioniere sein, und es ist leider nach hinten losgegangen“, sagte die deutsche Fed-Cup-Spielerin enttäuscht. „Wir wollen im August die US Open spielen. Das ist nun alles infrage gestellt“, fügte die 32-jährige Darmstädterin hinzu. Die WTA-Tour der Damen soll bereits am 3. August mit dem Turnier in Palermo wieder starten.

          Weitere Themen

          Die starke Eintracht stürmt auf Platz eins

          3:1 bei Hertha BSC : Die starke Eintracht stürmt auf Platz eins

          Hertha BSC wollte den Schwung vom Auftaktsieg mitnehmen. Der Plan geht gewaltig nach hinten los. Frankfurt verliert zwar früh einen Spieler, nutzt aber die Torchancen – und steht vorerst an der Tabellenspitze.

          Topmeldungen

          Besucherinnen bei der Kampagnenveranstaltung Donald Trumps Mitte September in Phoenix.

          Wahlkampf in Amerika : Mein Latino, dein Latino

          Amerikas Demokraten haben im Wahlkampf Arizona, einst eine republikanische Bastion, im Visier. Der demographische Wandel ist auf ihrer Seite. Doch Donald Trump hält dagegen.
          Bas Dost traf für die Eintracht zum 2:0.

          3:1 bei Hertha BSC : Die starke Eintracht stürmt auf Platz eins

          Hertha BSC wollte den Schwung vom Auftaktsieg mitnehmen. Der Plan geht gewaltig nach hinten los. Frankfurt verliert zwar früh einen Spieler, nutzt aber die Torchancen – und steht vorerst an der Tabellenspitze.
          Pandemie in der Luft: Eine Flugbegleiterin auf einem Flug von Kairo nach Scharm al Scheich

          Reisewarnungen wegen Corona : Wie wird eine Region zum Risikogebiet?

          Das Auswärtige Amt tüftelt an den neuen Regeln für Reisen während der Corona-Pandemie. Einige Warnungen könnten wegfallen. Aber das ist kein Grund für allzu große Freude mit Blick auf Herbst- und Winterferien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.