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Leichtathletik-Dilemma : Nadine Kleinert und die nachgereichten Medaillen

  • Aktualisiert am

Ihr größter Sieg: Europameisterin 2012 Bild: dpa

Ihre Karriere als Kugelstoßerin hat Nadine Kleinert 2013 beendet. Internationale Medaillen gewinnt sie noch immer, so wie an diesem Sonntag Bronze für die Hallen-WM 2010. Alte Dopingvergehen holen die Sünder ein.

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          Nach Doping-Vergehen von Konkurrentinnen hat die frühere Weltklasse-Kugelstoßerin Nadine Kleinert eine Bronzemedaille nachgereicht bekommen. Wieder einmal. Diesmal handelte es sich um die Auszeichnung für die Hallen-WM 2010 in Doha. Damals belegte Kleinert ursprünglich Rang fünf, zwei weißrussische Rivalinnen, Nadeschda Ostaptschuk und Natalja Michnewitsch, wurden später der Einnahme unerlaubter Mittel überführt.

          „Vielen Dank für den Applaus, den ich damals nicht bekommen habe“, sagte sie am Sonntag in Leipzig, wo sie im Rahmen der deutschen Hallen-Meisterschaften die Medaille durch den DLV-Präsidenten Jürgen Kessing in der Arena Leipzig überreicht bekam.

          Die heute 43 Jahre alte Magdeburgerin hat wie kaum eine andere deutsche Leichtathletin unter nachträglich ausgesprochenen Sperren für andere Kugelstoßerinnen gelitten. Nach eigenen Angaben wurde sie deshalb schon 15 Mal hochgestuft. „Ich warte aktuell noch auf drei Medaillen“, sagte Kleinert bei der Ehrung.

          Unter anderem wurde sie bei der Hallen-WM 2004 Vierte, bekam aber nachträglich Bronze. Ihr Olympia-Bronze von Athen 2004 wurde später zu Silber. Stand heute ist es ihre einzige Olympia-Medaille geblieben. Erfolgreicher war sie bei Weltmeisterschaften, wo sie zwischen 1999 und 2009 dreimal Zweite und zweimal Dritte wurde. Ihren einzigen internationalen Titel gewann sie 2012 bei der EM in Helsinki im Alter von 36 Jahren. Ein Jahr später gab sie das Ende ihrer Karriere bekannt – Medaillen gewinnt sie noch immer.

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