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Tennis-WM : Nadal kämpft sich zurück

  • Aktualisiert am

Neue Bälle, bitte: Für Rafael Nadal ist bei der ATP-WM noch alles drin. Bild: EPA

Rafael Nadal legt ein sensationelles Comeback hin und gewinnt sein Match gegen Daniil Medwedew. Der Spanier kann nun wieder aufs Halbfinale hoffen. Ein deutsches Doppel hingegen verpasst den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale.

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          Rafael Nadal blickte völlig ausgepumpt, aber siegessicher zum Videowürfel unter dem Hallendach, als nach dem zweiten Tennis-Spektakel binnen zwei Tagen der Matchball überprüft wurde. Eine Rückhand des russischen Shootingstars Daniil Medwedew war knapp neben der weißen Markierung gelandet. Der Linienrichter gab den Schlag zunächst gut, doch das Hawk-Eye brachte Gewissheit: Nach einem 1:5-Rückstand im dritten Satz und der Abwehr eines Matchballs krönte Nadal ein nicht für möglich gehaltenes Comeback mit einem 6:7 (3:7), 6:3, 7:6 (7:4)-Erfolg.

          Einen Tag nach dem 6:7 (5:7), 6:3, 7:6 (7:5) des Österreichers Dominic Thiem gegen Novak Djokovic aus Serbien erlebten die 17.000 Zuschauer bei den ATP Finals in der Londoner O2-Arena am Mittwoch ein weiteres hochspannendes und wechselhaftes Match. „Ich liebe diesen Sport und ich liebe es, in diesem fantastischen Stadion vor euch zu spielen, das ist die größtmögliche Motivation“, sagte Nadal.

          Chance auf das Halbfinale bewahrt

          Zwei Tage nach seiner Niederlage gegen Titelverteidiger Alexander Zverev wahrte der 33 Jahre alte Weltranglisten-Erste aus Spanien bei dem Turnier der besten acht Tennisspieler des Jahres damit seine Chance auf den Einzug in das Halbfinale. Beim Stand von 1:5 hatte der French-Open- und US-Open-Sieger einen Matchball des Weltranglisten-Vierten abgewehrt und sich nach 2:44 Stunden den dritten Sieg im dritten Vergleich mit Medwedew gesichert.

          In der anderen Gruppe kommt es am Donnerstag (21.00 Uhr/Sky) zum Vorrunden-Showdown zwischen Roger Federer und Djokovic. Der Gewinner folgt Thiem in das Halbfinale, der Verlierer scheidet aus. Thiems Duell mit Djokovic hatte am Dienstag drei Minuten länger gedauert und war spielerisch noch hochklassiger.

          Im ersten Aufeinandertreffen seit dem US-Open-Endspiel, das Nadal Anfang September gegen Medwedew in fünf Sätzen für sich entschieden und den 19. Grand-Slam-Titel seiner Karriere gewonnen hatte, entwickelte sich zunächst ein absolut ausgeglichenes Duell. Im ersten Satz fiel die Entscheidung nach 53 Minuten erst im Tiebreak. Im zweiten Durchgang nutzte Nadal gleich im ersten Spiel die Chance zum Break zum 1:0 und glich nach 40 Minuten zum 1:1 nach Sätzen aus.

          Krawietz/Mies verlieren gegen Franzosen

          Der 23 Jahre alte Medwedew ist der erste russische Spieler bei den ATP Finals, seit Nikolai Dawidenko vor zehn Jahren das Turnier gewann. Der Senkrechtstarter dieser Saison stand bei seinen jüngsten sieben Turnieren sechs Mal im Finale und hat in dieser Saison mehr Endspiele erreicht als jeder andere Spieler auf der Tour (9). Im dritten Durchgang nahm er Nadal gleich zweimal das Aufschlagspiel ab, führte mit 5:1 und schien auf dem sicheren Weg zu seinem ersten Sieg gegen den Linkshänder aus Mallorca. Doch Nadal drehte das Match und ließ sich am Ende von den 17.000 Fans in der O2-Arena feiern.

          Die deutschen Tennisprofis Kevin Krawietz und Andreas Mies haben bei den ATP Finals in London den vorzeitigen Einzug in das Halbfinale verpasst. Die French-Open-Sieger verloren am Mittwoch gegen die Australian-Open-Gewinner Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut 5:7, 6:7 (3:7). Das französische Doppel erreichte damit das Semifinale. Krawietz und Mies hatten zum Auftakt gegen das niederländisch-rumänische Duo Jean-Julien Rojer und Horia Tecau gewonnen und wären mit einem weiteren Sieg für das Halbfinale qualifiziert gewesen. Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt am Freitag, wenn Krawietz/Mies auf die Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah treffen und Herbert/Mahut auf Rojer/Tecau.

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