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Nach „No-Go“ in Trainingslager : Judo-Verband sperrt Möller für fünf Jahre

  • Aktualisiert am

Frank Möller als Aktiver Bild: Picture-Alliance

Nachdem Judo-Trainer Möller den Athleten Koné rassistisch beleidigt und körperlich angegangen hatte, sprach der Rechtsausschusses des Judo-Verbands nun eine lange Sperre aus.

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          Nach dem Vorfall zwischen Judo-Trainer Frank Möller und Losseni Koné, einem Athleten mit afrikanischen Wurzeln, in der Vorbereitung auf die U21-WM, hat der Deutsche Judo-Bund (DJB) den Trainer für fünf Jahre gesperrt. Der Coach habe eingestanden, den 18 Jahre alten Athleten aus Hamburg körperlich angegangen zu haben, sagte Joachim Bechtold, der Vorsitzende des DJB-Rechtsausschusses, der Deutschen Presse-Agentur nach einer Sitzung des Gremiums an diesem Freitag.

          Möller, als Aktiver Olympia-Dritter 1996 und WM-Zweiter 1995, soll den Athleten in Kienbaum während der Vorbereitung auf die Titelkämpfe der Junioren beschimpft und angegriffen haben. Der Sportler hatte sich, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, gegen eine Anzeige entschieden. „Ist passiert. Ich bin ja nicht verletzt", sagte er nachsichtig.

          Sowohl Koné als auch Möller waren bei der Sitzung des dreiköpfigen Rechtsausschusses in Potsdam anwesend. Der 49 Jahre alte Trainer darf nun laut Bechtold in den kommenden fünf Jahren nicht mehr auf DJB-Ebene als Trainer arbeiten. „Im Trainerkodex ist festgelegt, dass körperliche Gewalt gegen Athleten ein No-Go ist. Deswegen haben wir ein Zeichen gesetzt“, sagte der Funktionär. Das Gremium verhängte zudem eine Kontaktsperre zwischen Athlet und Trainer. Der 49-Jährige muss darüber hinaus ein Deeskalationstraining absolvieren.

          Der Coach habe sich „völlig indiskutabel“ verhalten, sei ansonsten in seiner täglichen Arbeit aber noch nie durch ähnliche Vorfälle aufgefallen, sagte Bechthold. Zuvor hatte der Landessportbund Berlin, bei dem Möller angestellt war, den Trainer freigestellt.

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