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Nach Skandalspiel : Basketball Liga verhängt Sperren und Geldstrafen

  • Aktualisiert am

Massenrangelei in der Bonner Hartberghalle Bild: dpa/dpaweb

Im Schnellverfahren hat die Basketball-Bundesliga alle Rowdies nach dem Skandal im Play-off-Spiel zwischen den Telekom Baskets Bonn und GHP Bamberg drastisch bestraft. Der Bamberger Protest gegen die Spielwertung wurde abgelehnt.

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          Mit drastischen Spielsperren und Geldstrafen hat die Basketball Bundesliga (BBL) die schweren Ausschreitungen beim zweiten Play-off-Viertelfinalspiel um die deutsche Meisterschaft zwischen den Telekom Baskets Bonn und Titelverteidiger GHP Bamberg (75:64) geahndet. Den Bamberger Protest gegen die Spielwertung lehnte BBL-Spielleiter Dirk Horstmann Samstag wegen Unzulässigkeit ab. Jagdszenen und Massenprügelei in der Bonner Hardtberghalle hatten am Donnerstag 14 Spieler-Disqualifikationen und die Rote Karte für Gäste-Coach Dirk Bauermann zur Folge.

          Wie Horstmann mitteilte, wird Michael Meeks von den Telekom Baskets Bonn wegen einer Tätlichkeit in einem besonders schweren Fall für sechs Begegnungen in allen Wettbewerben der BBL gesperrt. Zudem erhält der Bonner Center, der seinen Gegenspieler Uvis Helmanis mit einem Schlag in den Unterleib zu Boden streckte, eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro.

          Geldstrafe auch für Trainer Bauermann

          Steffen Hamann von GHP Bamberg erhält nach seiner Tätlichkeit gegen Meeks vier Spiele Sperre plus eine Geldstrafe in Höhe von 3.500 Euro. Hamanns Teamkollege Helmanis und der Bonner Spieler Andrew Wisniewski werden ebenfalls wegen Tätlichkeiten für je drei Spiele gesperrt. Die Geldstrafe für Helmanis beträgt 2.000 Euro, die für Wisniewski 3.000 Euro.

          Der kurz vor Schluß der Partie disqualifizierte Bonner Spieler Milos Paravinja wird wegen Unsportlichkeit für ein Spiel gesperrt und erhält zudem eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro. Bambergs Trainer Dirk Bauermann, der kurz vor Spielende nach zwei technischen Fouls ebenfalls disqualifiziert wurde, erhält wegen Unsportlichkeit gegenüber Schiedsrichtern eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro. Gegen die Entscheidungen können sowohl die Spieler als auch der Trainer binnen drei Tagen Berufung beim BBL-Spielleiter einlegen.

          „Grundsätzlich haben Tätlichkeiten jedweder Art in keiner Sportart etwas zu suchen und gehören dementsprechend geahndet. Unser Sport lebt von der Fairness und natürlich auch von Emotionen. Doch diese dürfen nicht eskalieren“, sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.

          Tatsachenentscheidungen nicht anfechtbar

          Hrvoje Perincic, Martin Mihajlovic und Terry Black (alle Telekom Baskets Bonn) sowie Rick Stafford, Ivan Pavic, Derrick Phelps, Koko Archibong, Lubara Dixon Simpkins und Mike Nahar (alle GHP Bamberg), die von den Unparteiischen wegen unerlaubten Betretens des Spielfeldes ebenfalls für das Spiel ausgeschlossen wurden, können am Sonntag im dritten Spiel der Serie nach dem Modus „best of five“ wieder eingesetzt werden.

          Der Protest der Bamberger gegen die Wertung der Partie blieb erfolglos. Als Grund nannte Horstmann, daß auf der Rückseite des Spielberichtsbogens kein Protestgrund angegeben war. Dieser ist nach den Formvorschriften der BBL jedoch zwingend notwendig. Aber selbst bei Angabe eines Protestgrundes wäre das Spiel wie ausgetragen gewertet worden, da die Schiedsrichterentscheidungen, gegen die sich der Protest richtete, Tatsachenentscheidungen sind. Und diese sind nach der BBL-Schiedsgerichtsordnung nicht anfechtbar, teilte Horstmann mit. Gegen die Entscheidung kann Bamberg innerhalb von drei Tagen Rechtsmittel einlegen.

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